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Einige Bönener wissen nicht mehr wohin mit Altpapier, Pappe und Co.

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Von: Sabine Pinger

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Die öffentlichen Papiercontainer sind aus der Gemeinde Bönen verschwunden.
Die öffentlichen Papiercontainer sind aus der Gemeinde Bönen verschwunden. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Seit knapp drei Wochen sind die öffentlichen Papiercontainer aus Bönen verschwunden. Entschieden hat das der Gemeinderat bereits 2021, nachdem die Verwaltung auf den großen Aufwand beim Entleeren und das schlechte Kosten-Nutzen-Verhältnis hingewiesen hatte. Und schließlich könnten die Bönener ihren Papiermüll seit 2008 kostenlos in eigenen Tonnen direkt vor der Haustür loswerden, argumentierten die Mitarbeiter im Rathaus dafür, das zweigleisige System aufzugeben.

Bönen - Rumgesprochen hat sich das offenbar aber noch nicht bei allen Gemeindebewohnern. Die Verwaltung gibt zwar an, bereits ab Mitte des vergangenen Jahres mit Aufklebern auf den Depotcontainern auf deren baldigen Abzug hingewiesen zu haben, doch die wurden scheinbar oft übersehen. So gingen unter anderem beim WA einige Fragen nach den Containern ein, nachdem diese abtransportiert wurden.

Manche Bönener wissen demnach nicht wohin mit ihren ausgelesenen Zeitungen, Prospekten und Co. Es stehen schließlich nicht an allen Häusern die „blauen Tonnen“. Die sind keine Pflicht. Wie viele Haushalte bisher auf den Altpapierbehälter verzichten, kann die Gemeinde nicht beziffern. Die Tonnen wurden seinerzeit von dem Entsorgungsunternehmen Borchers aus Borken an die Häuser gestellt. Später konnte die Gemeinde einige Bewohner davon überzeugen, die Borchers-Tonne gegen eine kommunale zu tauschen. Damals war Altpapier ein gut bezahlter Rohstoff.

Auch wenn die Preise mittlerweile deutlich gesunken sind und die „GWA Kommunal“ die Entsorgung komplett übernommen hat, ist sie nach wie vor kostenlos. Und da die Verwaltung keine Gebühren einzieht, kann sie nicht sagen, wie viele Haushalte diesen Service nutzen.

Container stehen auf dem Wertstoffhof

Viele Gemeindebewohner sind zudem bislang zweigleisig gefahren. Insbesondere um sperrige Kartons loszuwerden, haben sie lieber die Depotcontainer genutzt. Schließlich ist es nicht immer einfach, feste Pappe in passenden Stücke für die Altpapiertonne zu zerlegen.

Eine Lösung für das Problem bietet jetzt der GWA-Wertstoffhof an der Fritz-Husemann-Straße. Dort stehen nach wie vor die voluminösen Container, die große Mengen an Papier, Pappe und Karton aufnehmen können. Bezahlen müssen die Entsorger dafür nicht, allerdings können sie ihr Altpapier dort nur zu den regulären Öffnungszeiten abgeben.

Unter anderem die Bürgergemeinschaft Bönen hatte daher angeregt, dort Container so zu platzieren, dass sie ebenso außerhalb der Öffnungszeiten befüllt werden könnten. Das erspare den Bönenern, sich zu Stoßzeiten in eine lange Schlange vor dem Wertstoffhof einreihen zu müssen, um ihren Verpackungsmüll wegzuwerfen.

Abfuhr ist kostenlos

Laut Verwaltung wurde diese Möglichkeit betrachtet, am Ende davon jedoch abgesehen. „Es würde höchstwahrscheinlich lediglich zu einer Verlagerung des Problems führen“, heißt es aus dem Rathaus.

Die Verantwortlichen dort befürchten, dass auch dort nicht zerkleinerte Kartons die Schlitze der Container verstopfen, wie es schon bei den Depotbehältern der Fall war. Vieles, was nicht mehr passte, sei dann einfach neben den Container abgeladen worden – dazu Sperrmüll, Altkleider und weiterer Unrat. Bequemer hätten es die Bönener mit den eigenen Altpapiertonnen.

Die Altpapiertonnen können in verschiedenen Größen bei der „GWA Kommunal“ unter der gebührenfreien Telefonnummer 08 00/4 00 1 4 00 bestellt werden. Wer mit dem Fassungsvermögen seiner blauen Tonne nicht auskommt, kann sich außerdem problemlos ein zusätzliches Gefäß kommen lassen. Der Inhalt wird gleichfalls kostenlos abgeholt, die Termine dafür stehen im Abfallkalender.

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