Corona-Schultests starten

Bis jetzt ist alles negativ, Testverweigerer gibt es nur vereinzelt

Schulkind mit Corona-Teströhrchen in der Hand
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Die Corona-Selbsttests beherrschen in diesen Tagen den Alltag in den Schulen.

Bönen – An zwei weiterführenden Schulen haben inzwischen die ersten Selbsttests stattgefunden, am MCG starten die Tests am heutigen Mittwoch. Bis Ende der Woche sollen aber alle Schüler getestet in die Ferien gehen. Die gute Nachricht: Die Testbereitschaft an allen drei Bönener Schulen ist sehr hoch, und bis jetzt sind alle Ergebnisse negativ.

Dabei lief die Testung besser als erwartet, meldet Guido Bläsing, kommissarischer Leiter der Humboldt Realschule. Befürchtet hatten die Bönener Schulleiter, dass die Schüler – insbesondere die jüngeren Jahrgänge – mit der exakten Durchführung des Testablaufs Probleme haben könnten. „Das hat sich bei uns glücklicherweise bis jetzt nicht gezeigt“, so Bläsing, dem nach eigenem Bekunden ein Stein vom Herzen fällt.

Am Dienstagmorgen in der ersten Schulstunde hatte die erste Hälfte der Schüler den Selbsttest durchgeführt, nachdem die Klassenlehrer sie genau instruiert hatten, wie der Abstrich gemacht wird und wie der Test durchgeführt werden muss, damit ein verlässliches Ergebnis vorliegt. Die allermeisten Schüler haben an dem Test teilgenommen, es gab nur wenige Widersprüche vonseiten der Eltern. Die können sich das ja auch noch überlegen und den Widerspruch zurücknehmen, hofft Bläsing.

Kein einziges positives Ergebnis bis jetzt

„Wir haben nicht ein einziges positives Ergebnis, das ist wirklich beruhigend“, freut sich Bläsing. Allerdings gab es vier ungültige Tests. „Möglicherweise haben die Schüler mehr Tropfen der Testlösung auf den Abstrich getropft als zulässig. Wir hatten aber noch zehn Ersatz-Testsets. Damit haben wir die Tests in der zweiten Stunde direkt wiederholt.“ Mit Erfolg – auch hier war das Ergebnis am Ende negativ.

„Alle haben das sehr ruhig und gelassen gemacht. Wir haben darauf geachtet dass die Kinder den Kopf nach hinten neigt, dann gerät man nicht in Gefahr den Tupfer zu weit nach oben zu schieben wie man das von den PCR-Tests kennt. Bei diesem Selbsttest bleibt man im unteren Nasenbereich. Da kann nichts passieren. Das hat bei allen gut geklappt, wir sind sehr zufrieden.“

Sorge hatte dem Kollegium im Vorfeld die Frage bereitet, was passiert, wenn viele Kinder ein positives Ergebnis erhalten. „Wir hatten uns auf diese Möglichkeit natürlich vorbereitet, Räume freigemacht und mehrere Kollegen standen bereit, diese Kinder zu betreuen, bis die Eltern sie zu einem Test beim Arzt abholen. Gott sei Dank ist der Fall nicht eingetroffen.“

Sollte die zweite Testung am heutigen Mittwoch, wenn die andere Hälfte der Schüler zum Unterricht kommt, „genauso gut laufen, dann sind wir sehr froh.“ Möglich ist das, weil die Realschule nicht wöchentlich wechselt, sondern im Tageswechsel arbeitet. Danach sind hier alle Schüler vor den Osterferien einmal getestet.

Positiv ist erst mal kein Grund zur Panik

Dass auch ein positives Ergebnis kein Grund zur Panik ist, darüber hatte die Schule in einem Schreiben an die Eltern vorsorglich aufgeklärt. „Wir wissen, dass die Schnelltests nicht hundertprozentig verlässlich sind. Da gibt es eine höhere Fehlerquote“, sagt Bläsing. „Oft stellt sich dann ein zusätzlicher PCR-Test beim Arzt als negativ heraus.“ So konnten auch die Eltern ihr Kind vorbereiten und einer Panik vorbeugen. Schließlich sei es nicht nur für Lehrer und Mitschüler alarmierend, wenn ein Test positiv ausfällt, gerade das betroffene Kind müsse mit seinen Ängsten klarkommen.

Nach der zweiten Testung wird Guido Bläsing noch mal eine Elterninfo rausschicken. „Vielleicht sind nach den Osterferien dann ja alle am Start“, hofft Bläsing. Er geht davon aus, dass die regelmäßigen Selbsttests bis zu den Sommerferien weiterhin Schulalltag sein werden. Mit Routine könnte der Test in den regulären Unterricht eingebaut werden. „Die Maskenpflicht war auch erst unzumutbar. Inzwischen haben sich alle daran gewöhnt.“

Überall eine hohe Testbereitschaft

In der Pestalozzi-Hauptschule haben die Klassen fünf, sechs und zehn am Dienstag den Test bereits durchgeführt, berichtet der kommissarische Schulleiter Ralf Würzhofer. Zwar hatte die Schule ihr Testpaket schon am Mittwoch vergangener Woche erhalten, „aber wir mussten ja noch einige Vorbereitungen treffen, bevor es losgehen konnte“. Dazu gehörte neben einem Elternbrief auch die Entsorgung der Testkits durch die Gemeinde. „Das ist Sondermüll, der offensichtlich gesondert gelagert und anschließend verbrannt werden muss“, so Würzhofer.

Die Testbereitschaft sei sehr hoch, lobt Würzhofer. „Wir haben tatsächlich nur einen Widerspruch erhalten. Besonders begeistert ist er aber von den Berichten seiner Kollegen aus den Klassen: „Die Schüler haben alle sehr sorgsam und ernsthaft den Test durchgeführt.“ Am heutigen Mittwoch sind die Jahrgänge sieben und acht an der Reihe, am Donnerstag die Klassen fünf und sechs, und am Freitag testen sich die neunten Klassen.

MCG testet Mittwoch bis Freitag

Am Marie-Curie-Gymnasium fangen die Tests erst am heutigen Mittwoch an, weil das Testmaterial erst am Ende der Woche eingetroffen war, so die kommissarische Leiterin Bianca Giese. Am Donnerstag und Freitag folgen weitere Jahrgänge, sodass alle Bönener Gymnasiasten am Ende der Woche getestet in die Osterferien gehen werden.

„Das ist ein guter Testlauf, um schon etwas Routine aufzubauen. Dann sind wir nach den Ferien vorbereitet“, sagt Bianca Giese. Sie hofft natürlich auf durchweg negative Ergebnisse.

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