Maskenpflicht und Lüften

Schulstart mit neuen Vorgaben: Schulleiterin aus Bönen wünscht sich andere Lösung

Klassenraum Schule Fenster lüften
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In den Klassenräumen der Bönener Schulen soll gut durchgelüftet werden.

Am Montag beginnt in NRW für 2,5 Millionen Schüler nach dem Ende der Herbstferien wieder die Schule. Auch an der Humboldt-Realschule in Bönen geht der Unterricht für die 465 Kinder und Jugendliche unter den in dieser Woche von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer vorgestellten, strengeren Corona-Regeln wieder los.

Bönen - „Dass die Maskenpflicht wieder für alle gilt, hatten wir schon nach den Sommerferien, sodass unsere Schülerinnen und Schüler damit schon Erfahrungen sammeln konnten“, sagt Schulleiterin Petra Coerdt. Damals seien die Bedingungen sogar aufgrund der sommerlichen Hitze noch etwas schwerer gewesen. Dennoch habe die Umsetzung schon recht gut geklappt. „Daher bin ich optimistisch“, so die Schulleiterin weiter.

Als es nach zwischenzeitlichen Lockerungen an den weiterführenden Schulen den Schülern wieder freigestellt war, ob sie im Unterricht eine Maske tragen, hätten dies gut 50 Prozent der Schüler getan, berichtet Coerdt.

Neben den Masken soll das regelmäßige Lüften der Klassenräume helfen. Mit dem Start am Montag sollen die Fenster alle 20 Minuten für fünf Minuten geöffnet werden. „Hier haben wir gute Rahmenbedingungen, weil wir tatsächlich alle Räume lüften können“, sagt die Schulleiterin.

Sportunterricht nicht mehr draußen

Nach dem ersten Schultag wird sich das Kollegium zu einer Dienstbesprechung treffen, um zu erörtern, wie die regelmäßigen Lüftungsphasen geklappt haben und überlegen, ob es notwendig ist, per Uhr und Zeitrechner daran zu erinnern. „Ich glaube aber nicht, dass ich da Vorgaben machen muss, denn ich bin zuversichtlich, dass die Kollegen regelmäßig lüften werden.“

Grundsätzlich freut sich die Schulleiterin auf den Schulstart nach den Ferien, macht aber auch keinen Hehl daraus, dass sie sich eine andere Lösung wünscht. „Ich würde es begrüßen, mit halben Klassen zu arbeiten, und wir einen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Homeoffice – zumindest für die älteren Jahrgänge – hätten. Denn persönlich wäre es mir wohler, wenn wir mehr Abstand halten könnten.“

Bis zu Beginn der Herbstferien hat der Sportunterricht an der Realschule bis auf wenige Ausnahmen komplett draußen stattgefunden, auch das wird sich nun ändern. „Wir haben auch da noch relativ günstige Voraussetzungen, weil wir eine eigene, einzelne Halle haben, die sich gut belüften lässt.“

Das dazugehörige Konzept für die Aufnahme des Sportunterrichts unter den gegebenen Bedingungen liege der Gemeinde Bönen als Schulträger vor, eine Rückmeldung hatte die Schulleiterin am Freitag jedoch noch nicht bekommen. „Ich gehe aber davon aus, dass wir Sportunterricht durchführen können. Wir werden aber natürlich darauf achten, was wir für Sportarten anbieten, denn Wettkämpfe in Fußball oder Basketball bleiben erst einmal außen vor.“

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