Kaiserschießen in der Planung

Schützen in Bramey-Lenningsen-Flierich schauen mit bangem Blick auf die Pandemie-Entwicklung

Vorstand Schützenverein Bramey-Lenningsen-Flierich
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Elena Rademacher (Mitte) ist neue Schriftführerin und Wiebke Böckmann zweite Schriftführerin. Detlef Schlieper bleibt als erster Vorsitzender im Amt.

Detlev Schlieper wurde auf der Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Bramey-Lenningsen-Flierich in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt. Trotz Pandemie plant der Verein sein Kaiserschießen im September, wenn es die Inzidenzzahlen bis dahin zulassen.

Bönen – „Detlev Schlieper ist eine Person, die genau weiß, wie man einen Verein leitet, ihn wollen wir nicht verlieren“, mit diesen Worten stimmte Friedhelm Pankauke, Ehrenvorsitzender des Schützenvereins Bramey-Lenningsen-Flierich, am Sonntagnachmittag bei der Jahreshauptversammlung des Vereins in der Scheune auf Hof Rademacher auf die Wahl des Vorsitzenden ein. Die Antwort der Mitglieder war eindeutig: Sie wählten Schlieper einstimmig wieder und bedankten sich mit lautstarken Horrido-Rufen, als er die Wahl annahm.

Neben der Wahl des Vorsitzenden folgten noch weitere Wahlen. So wurde Elena Rademacher zur neuen Schriftführerin gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Hans-Ludwig Sudhaus an, der 18 Jahre im Amt war. Ihre Wahl machte auch die Wahl einer zweiten Schriftführerin erforderlich, da Rademacher dieses Amt zuvor innehatte. Neue zweite Schriftführerin wurde Wiebke Böckmann.

Wiedergewählt wurde Manuel Sinner als zweiter Kassierer. Der Ehrenrat mit Ehrenvorsitzendem Gerhard Pankauke, Ehrenoberst Hans Stratmann und Major Rainer Jürgen bleibt im Amt. Ebenso bleibt das Vereinslokal Haus Böinghoff in Flierich.

Kaiserschießen wird bereits minutiös geplant

„Können wir unser Kaiserschießen wirklich feiern?“ Diese Frage bestimmte die Jahreshauptversammlung in Hinblick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie und wird wohl den Verein bis zum geplanten Termin am 11. September weiterhin beschäftigen. An diesem Tag soll nämlich das Kaiserschießen auf dem Dorfplatz und in Rademachers Scheune gefeiert werden. Geplant wird auf jeden Fall bis ins Kleinste, dass bestätigte Vorsitzender Schlieper. So wurde unter anderem neben dem Spielmannszug Bönen-Nordbögge auch das Blasorchester Heimatklänge Bergkamen verpflichtet. Der Vogelbau erfolgt am 31. Juli, das Exerzieren am 28. August. „Wir müssen planen, damit wir bereit sind zu feiern“, gab sich Schlieper zuversichtlich.

Beim Kaiserschießen sollen auch die Mitgliederehrungen stattfinden. Eine weitere Ehrung, jedoch in Abwesenheit des Geehrten, zogen die Schützen aufgrund der Besonderheit vor. Elmar Schulte-Siepmann ist mit 96 Jahren das älteste Mitglied. 2020 war er bereits 70 Jahre Mitglied. Der Geehrte soll nun mit einer kleinen Abordnung besucht werden.

Das Königspaar bleibt im Amt bis 2023

Eine gute Nachricht gab es aber auch vom amtierenden Königspaar. „Wir bleiben euer Königspaar“, so Bernhard und Kirsten Gedowski. Ihre Regentschaft verlängert sich nun bis zum Schützenfest 2023. Pfingsten 2023 soll nach Möglichkeit wieder ein normales Schützenfest gefeiert werden.

Bis zum Kaiserschießen soll noch eine Aktion der Schützen folgen. Ein Vier-Ehrensessel soll auf dem Dorfplatz entstehen. Hierzu dient eine Sesselbahn aus dem Pitztal. Zwei große Steine befinden sich bereits auf dem Platz. Zwischen diesen beiden Steinen sollen die Sitze angebracht werden.

„Die Versammlung ist ein Schritt zurück in die Schützenwelt“, lautete die Bilanz des ehemaligen Schriftführers Hans-Ludwig Sudhaus. Für diesen Schritt hatte vor allem der große Zuspruch der Mitglieder durch ihre Teilnahme an der Versammlung und das Tragen der Schützenuniform beigetragen. Die Schützen hoffen nun auf weitere Veranstaltungen. Unter anderem soll es eine Fahrradtour der Sportschützen und eine Ferienfreizeit geben. Auch sollen wieder die Treffen der Damen- und Herrenschützen gegeben. Training wird es aber wohl erst später geben, denn nach wie vor ist der Schießstand in der Goetheschule aufgrund des Wasserschadens gesperrt.

Eines haben die Schützen aber besonders im Blick: die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie. Daher lautete am Sonntagnachmittag der klare Appell, sich schnellstmöglich impfen zu lassen, falls dies bisher noch nicht erfolgt sei.

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