Schützenumzug nur virtuell

Schützen aus dem Bönener Süden präsentieren Ersatz für ihr Fest

Zwei Strohmänner auf dem Feld
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Traurig über das ausfallende Fest sind nicht nur die Schützen, sondern offensichtlich auch die beiden Strohmänner an der Friedenstraße. Die Strohschützen sind eine Station auf dem virtuellen Rundgang.

Eigentlich hätte am Pfingstwochenende das Schützenfest des Schützenvereins Bramey-Lenningsen-Flierich stattgefunden. Wegen der Corona-Pandemie muss das Fest ausfallen. „Das Verbot in der Corona-Schutzverordnung macht ein Feiern unmöglich“, fasst Detlev Schlieper, Vorsitzender des Vereins, zusammen. Die Schützen haben sich aber einen Ersatz überlegt.

Bönen – Detlev Schlieper ist Schützenbruder durch und durch und ist daher selbst tieftraurig über die derzeitige Situation. „So ganz müssen unsere Mitglieder aber nicht auf einen Schützenumzug verzichten“, verspricht Schlieper. Der Verein hat bereits alle Mitglieder angeschrieben und darauf hingewiesen, dass anstelle eines richtigen Schützenumzuges diesmal ein virtueller Umzug stattfinden soll.

„Wir wollen, dass sich unsere Mitglieder alleine oder zu zweit auf den Weg machen, um mit ihren Handys an bestimmten Stellen in unseren Ortschaften QR-Codes einlesen“, beschreibt der Vorsitzende den Hintergrund der geplanten Aktion. Die Orte sind am Fliericher Kirchplatz, bei den Stroh-Schützen am Ortseingang von Lenningsen, am Tor von Rademachers Hof, am Eisenbahndenkmal am Alleenradweg, an der Vogelstange am Dorfplatz, am Schaukasten neben der Bushaltestelle am Alten Bahnhof und am Alten Bahnhof selbst.

Mit dem QR-Code gibt‘s Geschichten aus dem Schützenleben

Mit den QR-Codes sollen Interessierte dann Zugang zu Geschichten aus dem Schützenleben des Vereins bekommen. So zum Beispiel an der Fliericher Kirche. Dort wird es einen passenden Vortrag vom Pfarrer zum Schützenfest geben.

An einer anderen Stelle wird der Schützenvogel zu den Schützen sprechen. Wie das genau ablaufen wird, soll für die Schützen jedoch erst einmal noch ein Geheimnis bleiben. „Wer mitmacht, bekommt etwas geboten“, verspricht der Vorsitzende.

Ein richtiges Schützenfest wird es erst 2023 wieder geben, da im kommenden Jahr das Kinder- und Jugendkönigsschießen sowie das Bierkönigsschießen stattfinden soll. Somit bleibt das Königspaar Bernhard und Kirsten Gedowski erst einmal im Amt. Auch wird es daher in diesem Jahr kein besonderes Programm für den Schützenfestmontag geben.

„Wir hoffen aber, dass in diesem Jahr für unsere Mitglieder noch etwas geht. Wir sind vorbereitet und könnten sofort starten“, gibt sich Schlieper zuversichtlich. Er hat immer die jeweils geltenden Bestimmungen der Corona-Schutzverordnung im Auge, um rechtzeitig mit seinem Vorstandsteam reagieren zu können. So wollen die Schützen zum Beispiel am 25. Juli ab 16 Uhr eine Mitgliederversammlung durchführen.

Möglicherweise findet die dann unter freiem Himmel statt. Letztlich gilt aber auch hier, was dann gesetzlich möglich ist. „Aufgrund der derzeitigen Infektionszahlen und der bereits durchgeführten Impfungen sind wir zuversichtlich“, so Schlieper. Nähere Informationen will der Verein Anfang Juli bekanntgeben.

Kaiserschießen zum 120-jährigen Jubiläum

Darüber hinaus ist eine weitere Feier für den September geplant. Wenn es möglich ist, soll dann noch ein Kaiserschießen aus Anlass des 120-jährigen Jubiläums, das eigentlich in diesem Jahr stattgefunden hätte, veranstaltet werden. Sollte kein gemeinsames Feiern möglich sein, sollen sich die Schützen dezentral treffen. „Ein genaues Programm können wir zurzeit jedoch noch nicht präsentieren“, erklärte Schlieper.

Einen großen Wunsch für alle Mitglieder hat Schlieper aber in jedem Fall: „Bleibt gesund, und hoffentlich sehen wir uns bald alle wieder.“

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