Corona im Kreis Unna

Schüler in Quarantäne: Welche Regeln gelten für die Kontaktpersonen?

Das Gesundheitsamt in Unna
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Das Gesundheitsamt in Unna informiert die Schulen über Infektionen

Lernen lässt sich am besten in der Schule. Das ist ein Schluss, zu dem viele Schüler und Lehrer nach monatelangem Distanzunterricht gekommen sind. Aber was passiert, wenn trotzdem die Quarantäne in der Schule kommt? Und was gilt für Kontaktpersonen?

Bönen/Kreis Unna – Deshalb setzten die Schulen im Kreis auch alles daran, mit Hygiene- und Abstandsregeln sowie einem passenden Lüftungskonzept den Betrieb vor Ort aufrecht zu erhalten. Immer wieder müssen dennoch aufgrund von Infektionen Schüler, Klassen oder sogar ganze Jahrgänge in die Quarantäne gehen. Die Regeln, die in diesen Fällen für die Betroffenen gelten, sind zum Teil unterschiedlich, was viele Familien verunsichert. Max Rolke, Pressesprecher des Kreis Unna, erklärt, was dahinter steckt.

Wer muss in Quarantäne?

Sobald eine Infektion bekannt wird, sollten sich Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne begeben. Dazu zählen alle, die mindestens 15 Minuten einen „Face-to-face-Kontakt“ zu einer infizierten Person hatten, beziehungsweise der Kontakt unter dem Abstand von 1,50 Meter stattgefunden hat. In der Regel sind das Familienangehörige, Partner, Freunde oder auch Klassenkameraden.

Sollte sich ein Schüler oder Lehrer infiziert haben, muss dann die gesamte Klasse in Quarantäne?

Das hängt vom Hygienekonzept der Schule ab. Das Gesundheitsamt fragt individuell verschiedene Parameter ab, etwa wie groß der Raum ist, in dem sich der Infizierte aufgehalten hat? Wie stehen die Tische und Stühle? Wie viel Abstand wurde eingehalten? Wie wurde gelüftet? Danach wird entschieden, ob einzelne Schüler, die ganze Klasse, der Kurs oder gar eine ganze Jahrgangsstufe in die Quarantäne geschickt wird.

Wenn ein Schüler Kontaktperson der ersten Kategorie ist, müssen dessen Familienangehörigen ebenfalls in Quarantäne?

Nein, sie sind zunächst Kontaktpersonen der Kategorie zwei. Eltern und Geschwister stehen sozusagen in der zweiten Reihe. Allerdings sollten sie eigenverantwortlich und nach dem gesunden Menschenverstand handeln: Ist ihr Kind, Bruder oder Schwester Kontaktperson der Kategorie eins und entwickelt selbst Symptome, sollten sie das Haus ebenfalls möglichst nicht mehr verlassen und Kontakt zu einem Arzt aufnehmen. Sollte das eigene Kind positiv auf das Corona-Virus getestet werden, werden die Angehörigen natürlich zu Kontaktpersonen der ersten Kategorie.

Die Eltern von betroffenen Schülern bekommen alle einen Informationsbrief zur Quarantäneanordnung, indem die Regeln genau erklärt werden. Die Anordnung und der Brief werden von den Ordnungsämtern der Kommunen zugestellt.

Wie lange müssen Betroffene in der häuslichen Quarantäne bleiben?

Die Quarantäne gilt für 14 Tage nach dem ersten Kontakt mit dem Infizierten. Sollte dieser Kontakt bereits ein paar Tage zurückliegen, wird das auf die Quarantänezeit angerechnet.

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