MCG-Schüler engagieren sich für Artenvielfalt

Eine blühende Wiese für Bienen, Hummeln und Co.

Die Schüler der SEM-AG am Bönener Marie-Curie-Gymnasium legen eine Blühwiese an
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Die Schüler der SEM-AG am MCG sorgen für neuen Lebensraum

Bönen – Nicht nur in der Theorie, sondern ganz praktisch wollen die Mitglieder der SEM-AG, der Arbeitsgemeinschaft Soziales Engagement und Motivation am Marie-Curie-Gymnasium, etwas bewegen. Und so haben sie jetzt eine Blühwiese an der Gemeindebücherei angelegt. Dort sollen sich künftig Bienen, Hummeln und Co. wohlfühlen.

Die Gymnasiasten machen sich viele Gedanken über das, was auf der Welt gerade in Schieflage ist. Sie wollen einen Beitrag dazu leisten, dass sich etwas ändert. Und neben dem großen Thema fairer Handel, mit dem sich das MCG als Fairtrade-School beschäftigt, geht es ihnen eben auch um Umwelt- und Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt.

Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Astrid Pohl wandten sie sich an den Klimaschützer der Gemeinde, René Böhm, der sie auf die Kooperation des Imkervereins Bönen und Umgebung und der Gemeindebücherei aufmerksam machte. Die Bienenzüchter haben bereits eine Blühwiese hinter der Bibliothek angelegt und dort ein Bienenvolk angesiedelt.

„Die ursprüngliche Idee war, diese Blühwiese zu erweitern“, erzählt Astrid Pohl. Doch nachdem sie sich gemeinsam mit den beiden Fachleuten Dennis Borkowiak und Andreas Nick vom Bauhof der Gemeinde die zur Verfügung stehenden Fläche genauer angesehen hatte, stellte sie schnell fest, dass diese sich nicht optimal für das Projekt eignet. „Und so haben wir die Blühwiese nun nicht hinter der Bücherei, sondern daneben angelegt“, berichtet die Lehrerin.

Achtklässler ebnen die Fläche

Unterstützung gab es dabei von den Bauhofmitarbeitern. Die leisteten Vorarbeit und frästen den Rasen ab, da dieser den Wuchs der Wildblumen verhindert hätte. Außerdem brachten sie weiteren Mutterboden auf, um die Lücken aufzufüllen. Für das anschließende Glätten und Ebnen waren dann aber die AG-Mitglieder zuständig. Die Achtklässler griffen beherzt zu Harken und Schaufeln und bereiteten den Boden so für die Saat vor.

Eigentlich war die Aktion bereits für das Frühjahr angedacht, und die Samen, die Astrid Pohl für die Wiese bestellt hat, kamen pünktlich im März an. „Doch da sind wir in den Lockdown gegangen“, erinnert die MCG-Lehrerin. Als die Schüler dann für einzelne Präsenztage wieder zum Gymnasium kommen durften, war Hochsommer und die Ferien standen bevor. „Es war sehr trocken, und in den Ferien wird es mit dem Gießen schwierig“, überlegte Astrid Pohl. Nachdem sie sich beim Lieferanten rückversichert hatte, dass sich die Blumensamen noch bis in den Herbst ausbringen lassen, setzte sie das Vorhaben für den September an.

„Wenn wir Glück haben, keimen noch vor Weihnachten die ersten Kaltkeimlinge. Und im nächsten Jahr vor den Sommerferien sollten die Blumen dann blühen“, so die Pädagogin.

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