Schranke Flop, Freibad top: Kinder stellen ihre Bönen-Bilder vor

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Die Kinder präsentierten im Go in ihre Fahnenentwürfe. Betreut wurden sie von Angela Bräuer (links) und Kerstin Donkervoort (hinten rechts). Fleur Vogel (rechts) von der LAG Kunst & Medien NRW, war extra nach Bönen gekommen, um sich  die Ergebnisse anzuschauen.

Bönen – Der Bahnübergang an der Bahnhofstraße ist echt doof – da sind sich alle zwölf Kinder einig, die an dem Kunstprojekt „Flagge zeigen – mein Bönen“ in der vergangenen Woche teilgenommen haben. Jetzt stellten sie ihre Bilder im Go in vor.  

Im Rahmen des Ferienspaßes hatten sie zusammen mit der Bönener Künstlerin Kerstin Donkervoort fünf Tage lang künstlerische Vorlagen für Flaggen gemalt, die am 5. September um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses der Öffentlichkeit vorgestellt werden. 

Fotograf Jörg Meier fotografierte die Papiervorlagen, die jetzt in Druckvorlagen für die drei Meter hohen Flaggen umgewandelt werden. Die sollen dann auch das Gesicht der Gemeinde beeinflussen. Zuvor hatten sich die Jungen und Mädchen zwischen acht und 14 Jahren Gedanken gemacht, was ihnen besonders gut in Bönen gefällt, welcher ihr Lieblingsort in der Gemeinde ist, aber auch, was sie sich wünschen und was ihnen gar nicht gefällt. Das Ergebnis konnten die Eltern der kleinen Künstler gestern auf einer kleinen Vernissage im Treffpunkt Go in begutachten. 

Auch Fleur Vogel, Bildungsreferentin der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Kunst & Medien NRW und ehemalige Kulturbeauftragte der Gemeinde, war extra zu diesem Termin nach Bönen gekommen, um sich die Ergebnisse des fünftägigen Workshops anzusehen. Sie hatte das ungewöhnliche Kunstprojekt nach Bönen gebracht – gefördert durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration und durch eine Spende der Sparkasse Bergkamen-Bönen. Und sie war begeistert, was die Kinder unter der Anleitung von Kerstin Donkervoort geschafft hatten. 

„Flagge zeigen“ lautet das Motto des Projekts – und die Jungen und Mädchen haben sich viele Gedanken gemacht zu ihrem Heimatort, verriet Donkervoort. Dabei sparen sie auch nicht mit Kritik. Eine Sache bewegt die kleinen Künstler gleichermaßen: Der Bahnübergang, der Bönen teilt, ärgert offensichtlich auch die jüngeren Bürger, deshalb finden sich auf allen Fahnen rot-weiße Schranken. Sie finden es doof, dass sie so viel Zeit vor den Schranken verbringen müssen und dass die wartenden Autofahrer immer den Motor anlassen. 

Auf der Wunschliste ganz oben bei den Bönener Jungbürgern steht ein Freibad mit Rutschen. Bei der Vorstellung im Rathaus sieht sich ja vielleicht auch der eine oder andere Vertreter der Politik die Flaggen genauer an.

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