Scherben trüben Spielspaß am Spielplatz Heinrich-Heine-Straße

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Dass sie hier so viele Scherben findet, ärgert die sechsjährige Lena sehr.

Bönen - „Komm doch, lieber Frühling, lieber Frühling, komm doch bald“, singen die Kita-Kinder auf dem Weg zum letzten Spielplatz, den wir für unsere Serie Spielplatztest besuchen. Gemeinsam mit den Kitas der Gemeinde testen wir die Spielplätze in Bönen.

Heute nehmen uns die Kinder der Kita Christ-König mit zum Spiel an der Heinrich-Heine-Straße. Bevor es losgeht, zählen die Kinder einmal durch: Das klappt schon sehr gut, aber schließlich kommen alle von ihnen auch im Sommer in die Schule. 

Insgesamt kommen 20 Kinder mit auf den Spielplatz. Auf dem Weg dorthin singen sie fröhlich und winken Passanten gut gelaunt zu. Als wir ankommen, belagern die Kinder sofort die wenigen Spielgeräte, die es gibt. Neben einer Schaukel, einem Tunnel und einem Sandkasten gibt es nur ein Wipptier. 

Sophie und Jonas haben sich im Voraus schon Gedanken gemacht und äußern Verbesserungswünsche. Sophie hätte gerne eine Kletterwand. Und Jonas wünscht sich ein Piratenschiff. „Ich will nämlich Pirat werden“, erklärt er. Außerdem findet er, dass ein neuer Sandkasten sinnvoll wäre. 

Hinterlassenschaften von Katzen im Sandkasten

Denn dort findet er oft Hinterlassenschaften von Katzen. „Auf den neuen Sandkasten soll dann auch eine Plane“, sagt er. Damit wäre der Sand vor den Katzen geschützt. Aber nicht nur die Hinterlassenschaften der Katzen stören. Während des gesamten Tests finden Kinder immer wieder Glasscherben an verschiedenen Stellen des Spielplatzes. Zwischendurch spielen manche der Kinder gar nicht mehr, sondern suchen mit Stöckchen die Scherben aus der Erde. 

Die „Schulkinder“ der Kita Christ-König testen gemeinsam den Spielplatz an der Heinrich-Heine-Straße. Ihr Fazit: Hier fehlen noch einige Spielgeräte.

„Einmal mussten wir den Tunnel schon absperren, weil dort so viele Scherben waren“, sagt Kita-Leiterin Birgit Schlottmann. Solche Vorfälle meldet sie dann auch der Gemeinde. „Die reagiert dann auch schnell.“ Generell werde der Spielplatz schon gepflegt. So sei der Rasen frisch gemäht. „Früher war der Spielplatz auch deutlich schlechter“, findet sie. So gab es vor vielen Jahren nicht einmal die Schaukel. Dabei ist die heute sehr beliebt. Alle drei Reifen sind von Mädchen besetzt. 

„Wir freuen uns schon, wenn wir bald in die Schule kommen“, erzählen sie uns. Sie freuen sich besonders aufs Englischlernen. Die sechsjährige Alexa kann sogar schon ein paar Worte: „Red, blue, hello“, zählt sie auf. Auch der Tunnel ist beliebt – obwohl Sophie sich über die darin krabbelnden Käfer beschwert. 

Gelände ist toll für die Motorik

Mal kriechen die Kinder einfach durch, klettern daran herum oder setzen sich einfach hinein und legen die Beine hoch. Ein paar andere Kinder spielen zusammen Verstecken. Und Emilia zeigt uns, wie schnell sie rennen kann. In einer großen Runde flitzt sie um die Spielgeräte und über die kleinen Hügel. 

„Das Gelände hier ist mit den Hügeln toll für die Motorik“, findet Birgit Schlottmann. Sie würde sich noch einen Kletterturm mit Rutsche wünschen. Und eine Rutsche wünschen sich auch viele der Kinder. Und der fünfjährige Kilian hätte gerne ein Spielhäuschen. Mangelns Spielgeräte funktionieren die Kinder eine Bank einfach um. Hintereinander setzen sich darauf. 

Der Tunnel lädt zum Spielen ein, findet die sechsjährige Sophie.

„Wir fahren Zug“, erklärt Jonas. Und wohin? „Ich möchte zu Oma Birgit“, ruft ein Kind. Ein anderes: „Italien, ich komme“. Sogar nach Dubai möchte ein Junge reisen. Als wir sie am Ende fragen, wie ihnen der Spielplatz gefällt, sind sie hin und hergerissen. 

„Null Sterne“ rufen manche Kinder, andere wollen fünf vergeben. Gemeinsam überlegen wir. Obwohl sie so viele Kritikpunkte hatten, einigen sie sich schließlich auf vier Sterne. 

Da wir den Spielplatz im Vergleich zu anderen Geländen aber deutlich schlechter finden, ziehen wir noch einmal zwei weitere Sterne ab. Zum Abschluss unserer Serie haben wir also noch einmal einen Spielplatz in nicht besonders gutem Zustand besucht.

Testurteil

Viele Spielgeräte gibt es auf diesem Spielplatz nicht, außerdem finden wir gefährliche Scherben an mehreren Stellen auf dem Gelände. Die Kinder möchten vier Sterne geben, wir ziehen aber noch zwei weitere Sterne ab und geben somit: 2 von 5 Sternen

Hier finden Sie alle weiteren Spielplatztests.

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