Schattenwirtschaft lockt mit adventlichem Flair in den Bönener Förderturm

+

Bönen – Veranstalter, Kunsthandwerker und auch die Besucher waren zufrieden mit der Schattenwirtschaft im Advent. „Wir haben heute 61 Tische und 28 Aussteller“, freute sich Organisatorin Caroline Kirchner. „Darunter sind einige Neue“, deutete sie auf den Stand von Emorfia Griese und Britta Berg vor der Bühne auf der Rasenhängebank.

Die beiden Frauen boten feine Keramik und Schmuck an. „Weihnachtsgeschenke, besondere Sachen“, deutete Griese auf Obstschalen oder Gebäckschalen und Windlichter. Das Thema Licht spielte auf dieser Ebene eine große Rolle. Zahlreiche Aussteller arbeiteten damit direkt in ihren Artikel. Monika Neuhaus überraschte zum Beispiel mit einer beleuchteten Kaffeekanne. Andere nutzten die Illumination, um die „Geschenke“, ob edlen Goldschmuck oder Filzpantoffeln, Schals oder Taschen, ins rechte Licht zu rücken.

Neben der Präsentation dienten die Lichterketten der Gestaltung des Turmes als Weihnachtsmarktkulisse. „Es ist schön hier“, meinte Neuling Griese. Besucher waren es am Samstag sicherlich mehrere Hundert, meist Frauen. Die waren auch früh unterwegs. Bereits um 14 Uhr, eine Stunde nach Öffnung der Tore, waren die Gänge und die Sechsmeter-Ebene gut besucht. In der Höhe boten die Frauen des Fördervereins Königsborn III/IV Kaffee und Kuchen. Schlangen vor der Theke zeugten von der Qualität.

Herbert Jüttners kleine Ausstellung direkt neben dem Eingang zur „Ausstellungshalle“ ging ein wenig unter. Der Vereinsvorsitzende verkaufte Schwibbögen und beleuchtete Holzarbeiten mit Bergbauhintergrund. Jüttner hatte zudem seinen Neffen Florian Wilms mitgebracht – oder besser dessen Frau Katharina Wilms. Sie verkaufte Brandmalerei und zahlreiche Bilder mit dem VW-Bulli als Motiv.

Schmuck, Fotografien und Glühwein

Svenja Drees und Christina Kaehler waren froh, ein Dach über dem Kopf zu haben – und trotzdem Weihnachtsmarktatmosphäre. Die beiden Frauen aus Bönens Nachbarort Heeren-Werve boten filigrane Geschenkverpackungen aus Papier an. Die waren natürlich nicht wetterfest. Die Fantasie der Betrachter anregen wollte Ingrid Birkenstock aus Hamm. Ihre scheinbar analog erstellten Schwarz-Weiß-Fotografien zeigten Anspitzreste oder Hagebutte. Die Makroaufnahmen ließen diese zur Muschel und zum Tintenfisch werden. Helga Krug am Stand daneben hatte ein großes Sortiment an Halsketten dabei und ihren Werkzeugkasten. „So kann ich den Schmuck gleich anpassen.“ 

Großer Andrang herrschte in der Nische mit Blick auf die Rasenhängebank. Dort waren die Bönenerinnen Debora Specht und Inga Nielinger stationiert. Quasi ohne Unterbrechung erklärten die beiden Jungunternehmerinnen, wozu man die Bunbags benutzen kann. „Als Brotkorb, als Tasche und zur Aufbewahrung“, sagte Specht. 

Glühwein gab es auf dem Schattenwirtschaft-Weihnachtsmarkt selbstredend auch. Bei einem Becher lauschten die Durstigen im Foyer dem Duo Double B-Liner und deren handgemachter Gitarrenmusik. Stefan Sasse und sein Bruder Michael waren nicht die einzigen kulturellen Aktionen an diesem Samstag. Auf der Dreimeterebene bot die Bönener Künstlerin Kerstin Donkervoort den Kindern an, neue Bilder für die S-East-Side-Galerie zu malen.

Weihnachtliche Schattenwirtschaft lockt Besucher in den Bönener Zechenturm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare