Rechts überholt und ausgebremst: Riskante Fahrmanöver auf der A2

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Bönen – Auf der A2 im Bereich Bönen sorgte ein Autofahrer im vergangenen April für Schreckmomente. Er überholte über den Standstreifen, scherte zu dicht wieder ein und bremste seinen Hintermann dann auch noch aus. Diese Gefährdung des Straßenverkehrs kam den 26-Jährigen nun in jeder Hinsicht teuer zu stehen.

Die Situation, die sie am Abend des 28. April erlebten, dürften der 61-jährige Remscheider und seine Frau, die auf dem Beifahrersitz saß, so schnell nicht vergessen. Wie aus dem Nichts tauchte neben ihnen auf dem Standstreifen plötzlich der Wagen des jungen Mülheimers auf. Der gab Gas, zog dicht vor ihnen rein und nötigte den Zeugen das erste Mal zum Bremsen. 

Der Remscheider erschrak, hupte und wurde zum Dank auch noch ausgebremst. Die Ehefrau fotografierte den Fremden und dann folgte die Strafanzeige. Soweit die Version des Paares. 

Im Prozess vor dem Unnaer Amtsgericht wollte der junge Mann den Vorwurf so jedoch nicht stehenlassen. Er sei auf der rechten Spur und nicht auf dem Standstreifen gefahren und habe dort zugegebenermaßen rechts überholt. 

In diese Situation sei er auch nur geraten, weil er beinahe die falsche Ausfahrt genommen hätte. Dicht eingeschert sei er nicht, ausgebremst habe er den Anderen auch nicht. „Ich habe keine schlechten Absichten gehabt“, beteuerte er. 

Im Gegensatz zu den Aussagen der Zeugen überzeugten seine Worte aber weder Anklage noch Gericht. Der Angeklagte habe sich grob verkehrswidrig und rücksichtslos verhalten, so der Richter. Für den 26-Jährigen endete das Ganze bitter: Er wurde zu 2400 Euro Geldstrafe und zehn Monaten Sperrfrist zur Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis verurteilt.

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