Für Menschenrechte, gegen Rassismus

Rettungskette und Kinderfest: Am Samstag soll Bönen ein Zeichen setzen

Kunstwerk Menschenkette
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Gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und für Menschenrechte setzen, wollen die Teilnehmer der Rettungskette am Samstag auf der Bahnhofstraße. Aufgrund der Pandemie muss allerdings Abstand gehalten werden.

Der Samstag steht in Bönen im Zeichen von Menschenrechten und Kinderspaß. Am Mittag soll eine Menschenkette auf der Bahnhofstraße gebildet werden. Im Anschluss gibt es viel Programm für Kinder und Familien auf dem MCG-Gelände.

Bönen – Nach vielen Fragezeichen, ob die Veranstaltungen tatsächlich stattfinden können, melden die Organisatoren Grünes Licht für die Rettungskette und den anschließenden Jukiday am Samstag. Nun hoffen sie, dass auch das Wetter mitspielt.

Die Rettungskette, die am Samstag parallel in ganz Deutschland stattfinden wird – von Hamburg bis zu den Alpen und weiter bis zum Mittelmeer – führt auch durch den Kreis Unna und durch die Gemeinde Bönen und lädt alle Bönener Bürger ein, sich zu beteiligen und damit ein klares Zeichen für Menschenrechte, gegen Rassismus und gegen das Sterben der Flüchtlinge im Mittelmeer zu setzen – nach dem Motto „Bönen ist bunt“.

Kitas und Schulen sind beteiligt

Die Kette steht am Samstag von 12 bis 12.30 Uhr. „Viele werden ohnehin gerade beim Wochenendeinkauf sein“, so die Bönener Organisatorin Deniz Werth. „Also, einfach für eine halbe Stunde unterbrechen, Teil der Kette, eines Ganzen werden“, wirbt sie für die Veranstaltung. „Die Rettungskette führt entlang der Bahnhofstraße auf dem Gehweg linksseitig, die Fahrbahn darf nicht blockiert werden. Es gilt natürlich die 3-G-Regel.“

Größere Gruppen, Vereine, Schulen und Kitas hatten sich vorab bei Werth angemeldet. Sie erhalten einen Streckenplan und den Hinweis, in welchem Streckenabschnitt sie ihren Platz finden. Schließlich sollen sich die Teilnehmer nicht an einzelnen Stellen drängeln, während an anderen Abschnitten Lücken sind. „Einzelne Personen und Familien können spontan an der Rettungskette teilnehmen“, sagt Werth und hofft auf große Beteiligung. Wer mitmachen möchte, findet sich um 11.45 Uhr an der Bahnhofstraße ein. Für Kindergartenkinder und Schulkinder ist die Fußgängerzone vorgesehen. Alle anderen können sich ober- und unterhalb der Fußgängerzone entlang der Bahnhofstraße einreihen.

Menschenkette auf Abstand

Auch wenn die Kette draußen stattfindet, gilt: In der Kette Abstand halten und einen Mund-Nasenschutz tragen. Wo die Menschen normalerweise Hand in Hand stehen, gilt in Zeiten von Corona ausdrücklich, dass die Teilnehmer sich nicht direkt an den Händen fassen, sie können einen Schal, ein Transparent oder andere Abstandshalter zwischen sich nehmen. Geplant sei zudem, so Werth, Bilder von der Rettungskette nach Berlin zu schicken. „Dort findet eine große Veranstaltung am Brandenburger Tor statt, wo Bilder von den Ketten in Deutschland, Österreich und Italien gestreamt werden. Da soll auch Bönen vertreten sein.“

Gleich im Anschluss an die Rettungskette beginnt der Jukiday auf dem MCG-Gelände ab 12.30 Uhr und endet um 16 Uhr. Er findet statt in Zusammenhang mit dem Weltkindertag am 20. September. „Wir wollen nach den Einschränkungen, die Kinder und Jugendliche durch Corona erleben mussten, ein Dankeschön zurückgeben mit einem Tag voller Spiel und Spaß“, sagt Angela Bräuer, Leiterin des Treffpunkts Go in.

Angebot für Kinder und Familien

Organisiert wird das Fest von dem neu gebildeten Netzwerk für offene Jugendarbeit, dem unter anderen Vereine, Parteien und Kirchen angehören. Finanziert wird der Jukiday mit 8000 Euro, die vom Kreis kommen. Zusätzlich stellt die Gemeinde bis 5000 Euro zur Verfügung, falls nötig. Auch auf dem Jugend- und Kindertag gilt die 3-G-Regel und wird am Eingang zum Gelände des MCG kontrolliert. Schulkinder sollten als Nachweis ihren Schülerausweis mitführen.

„Wir können aber auch Schnelltests vor Ort überwachen“, betont Bräuer. „Es liegt uns sehr am Herzen, dass die Veranstaltung sicher ist.“ Das Tragen einer Maske gilt immer dann, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können. Die Besucher erhalten am Eingang Wertmarken für kostenlose Speisen und Getränke. Dazu erwartet sie ein buntes Angebot an Spielen wie Völkerball, Schach, Hüpfburgen. Kreativ sein können die Teilnehmer auch und Steine bemalen, Origami falten und vieles mehr. Dazu gibt es musikalische Workshops und einen DJ, der für Musik sorgt.

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