Übergangslösung bis zum Neubau der Wache

Bönen schafft an der Bachstraße Platz für zweiten Rettungswagen

Die Rettungswache an der Bachstraße muss erweitert werden. Die Garage wird Aufenthaltsraum, zwei Fahrzeughallen kommen hinzu
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Die Rettungswache an der Bachstraße muss erweitert werden. Die Garage wird Aufenthaltsraum, zwei Fahrzeughallen kommen hinzu.

Die Aufrüstung des Rettungsdienstes muss „schnellstmöglich“ geschehen, der beabsichtigte Bau einer neuen Wache dauert aber. Eine Übergangslösung soll‘s richten:

Bönen - Mit zwei Fertiggaragen „Typ XXL“ will die Gemeinde Bönen im kommenden Jahr einen ersten Baustein für die Aufrüstung des Rettungsdienstes setzen – um ihn bei der ausstehenden Modernisierung der Feuerwehrstandorte einige Meter später weiter zu verwenden. Denn wie die Rettungswache an der Bachstraße entspricht auch die Feuerwache in der Nachbarschaft nicht mehr den Anforderungen. Das hat der Brandschutzbedarfsplan vor drei Jahren an den Tag gebracht – mit der Maßgabe, daran mittelfristig etwas zu ändern. „Schnellstmöglich“ muss die Gemeinde indes darauf reagieren, dass der Kreis Unna im Sommer im Rettungsdienstbedarfsplan ein Manko ausmachte.

Zweiter Rettungswagen für die Tagesbereitschaft

Die Tagesbereitschaft der Sanitäter muss um einen Rettungstransportwagen (RTW) samt Mannschaft aufgestockt werden, weil in den entlegeneren Ortsteilen die Hilfe teils nicht mehr innerhalb der gesetzlichen Frist ankommt. Der Bedarfsplan sieht vor, deshalb einen Krankentransporter der Feuerwehr Kamen zum RTW aufzurüsten und mit Personal von 7 bis 19 Uhr nach Bönen zu verlegen.

Langfristige Lösung auf dem Sportplatz

Nur ist an der hiesigen Wache Baujahr 1996 weder Platz für das Auto noch für die zusätzlichen Kollegen. Eine gemeinsame Wache für Rettungsdienst und Feuerwehr ist erklärtes Ziel der Gemeinde, aber nicht im Handumdrehen zu machen. Inzwischen wird im Rathaus favorisiert, den Neubau auf dem Aschenplatz an der Bachstraße zu errichten, wenn mit der geplanten Sportanlage am Zechenturm demnächst Ersatz geschaffen ist.

Solange soll eine Übergangslösung für den Rettungsdienst geschaffen werden, nun doch am Standort der Wache. Die vorherige Idee, den zweiten RTW übergangsweise beim DRK zu stationieren, habe sich als nicht zweckmäßig erwiesen, erläuterte Fachbereichsleiter Robert Eisler. „Da ist für das Fahrzeug auch kein Platz.“

Kosten von 230.000 Euro veranschlagt

Zur Sitzung des Planungsausschusses am Donnerstag, 26. November, unterbreitet seine Bauabteilung den Vorschlag, die Rettungswache mit den besagten Großgaragen für geschätzte 200 000 Euro auszustatten, um beide RTW unterzubringen. Die alte Garage soll für etwa 30 000 Euro so umgebaut werden, dass Sanitärräume entstehen und ein zusätzlicher „Aufenthaltsraum mit zweckmäßiger Gemütlichkeit“, wie Eisler sagte. Die bisherige Belegschaft bliebe in den bestehenden Ruhe- und Bereitschaftsräumen.

Fahrzeughallen können mit umziehen

Verloren wäre bei einem späteren Umzug so nur die Investition in diesen kleineren Umbau. Die Fahrzeughallen ließen sich zum geplanten Neubau versetzen, so die Verwaltung. Von deren Qualität und Eignung machten sich Verantwortliche der Gemeinde, des Kreises Unna und des Rettungsdienstes in Kamen ein Bild. Dort hat die Feuerwehr Kamen, die auch in Bönen und Bergkamen den Rettungsdienst ausübt, mit solchen Hallen und Wohncontainern daneben die „Rettungswache West“ als Satelliten-Stützpunkt gebaut, damit schnelle Hilfe gewährleistet ist.

Weichenstellung in der Etatberatung

„Eine Containerlösung wäre bei den unverhältnismäßig hohen Preisen für uns allerdings eine sehr teure Lösung“, erläuterte Eisler. Damit habe man, etwa bei der Kita, einschlägige Erfahrung im Rathaus. Drei oder vier Jahre dürften noch ins Land gehen, bis die gemeinsame Wache Wirklichkeit wird. Da sei der bescheidene Umbau für Bönen günstiger. Mit Beschluss des Haushaltes 2021 (Einbringung im Rat am 10. Dezember geplant), könne es im Frühjahr an die Arbeit gehen.

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