Prozess vorm Amtsgericht

Rentner mit 1,7 Promille im Blut - Aber ist er auch gefahren?

Dass er ohne Führerschein fuhr, räumte der 60-Jährige ein – die Trunkenheitsfahrt nicht.
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Dass er ohne Führerschein fuhr, räumte der 60-Jährige ein – die Trunkenheitsfahrt nicht.

Mit Alkohol im Blut und ohne Führerschein soll sich ein Bönener hinter das Steuer gesetzt und einen nächtlichen Ausflug gewagt haben. Vor Gericht zeigte der 60-Jährige sich nur teilgeständig. Ein Gutachten und Polizeibeamte sollen Licht ins Dunkel bringen.

Bönen/Unna – In den frühen Morgenstunden des 16. März verschlug es den Rentner und einen Bekannten nach Unna zu einer Tankstelle in Sichtweite des dortigen Amtsgerichts. Vor Ort fielen die Männer offenbar Polizisten auf, die genauer hinschauten. Die Beamten bewiesen Instinkt: Nicht nur, dass der 60-Jährige keine Fahrerlaubnis besaß, er hatte zudem etwa 1,7 Promille Alkohol im Blut.

Eine Trunkenheitsfahrt und Fahren ohne Fahrerlaubnis wurden ihm nun in einem Prozess vor dem Amtsgericht Unna zur Last gelegt. Die Fahrt ohne Führerschein räumte er auch unumwunden und mit einem Achselzucken ein, doch den Vorwurf, dabei auch noch unter Alkoholeinfluss gestanden zu haben, bestritt er vehement. Zur Flasche habe er nämlich erst unmittelbar an der Tankstelle gegriffen.

Nach dieser Einlassung sah der Strafrichter zusätzlichen Aufklärungsbedarf. Ein Gutachten soll die Frage beantworten, ob der behauptete Nachtrunk möglich sein könnte. Mit dem Ergebnis des Gutachtens und Zeugen – den beiden Polizeibeamten, die in der Nacht im Einsatz waren – soll das Verfahren demnächst neu aufgerollt werden.

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