Dubiose Beraterin

Rentenbetrug: Ehepaar aus Bönen erhält 50.000 Euro zu Unrecht

Eurobanknoten liegen auf einem Tisch
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Ein Ehepaar aus Bönen machte sich mit falschen Gutachten die Taschen voll.

Mit falschen Angaben täuschte ein Paar aus Bönen die Pflegebedürftigkeit des Mannes vor, betrogen so die Rentenversicherung und eine Krankenkasse. In einigen Fällen leistete ein Bekannter Beihilfe. Der Schaden bewegte sich am Ende im fünfstelligen Bereich.

Unna/Bönen – Erneut war es eine gesondert verfolgte und bereits zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilte Beraterin, die mit ihren Tricks und Tipps im Enderfolg etliche Bönener auf die Anklagebank brachte und noch bringen wird. Auf ihren Rat hin präsentierte sich der 56-jährige Mann aus Bönen bei einer Begutachtung durch den Medizinischen Dienst so krank und pflegebedürftig, dass er zwischen Ende August 2014 und Ende Februar 2020 zu Unrecht Rentenzahlungen erhielt.

Dabei leistete seine Frau (59) Unterstützung. Der mitangeklagte Bekannte (47) und eine weitere Frau stellten darüber hinaus ihre Namen zur Verfügung, als es um Auslagen für die Verhinderungspflege ging, die sie gar nicht leisteten. So erhielt das Paar knapp 50 000 Euro, von denen kein Cent gerechtfertigt war.

Geständnisse stimmen den Richter milde

Gewerbsmäßiger Betrug wurde den Eheleuten nun in einem Prozess vor dem Unnaer Schöffengericht zur Last gelegt. Ihr Bekannter musste sich wegen der Beihilfehandlungen verantworten. Nach kurzen Beratungen konnten sich alle drei Angeklagte über ihre Anwälte zu Geständnissen durchringen. Und diese Geständnisse wirkten sich zu ihren Gunsten aus.

Der Bönener wurde zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, seine Gattin erhielt ein Jahr mit Bewährung und der hilfsbereite Bekannte kam mit 2700 Euro Geldstrafe davon. Allerdings müssen alle drei, abhängig von ihrer Beteiligung, den angerichteten Schaden gutmachen.

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