Randale bei der Vofi im Bönener Zechenturm

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Während die einen friedlich im Bönener Wahrzeichen feierten, sorgte ein junger Mann aus Unna für Ärger.

Bönen - Teuer zu stehen kam einem jungen Mann aus Unna die Randale, die er vor einem halben Jahr auf einer Vofi-Fete im Förderturm veranstaltet hat. Das Amtsgericht in Unna verurteilte ihn zu einer saftigen Geldstrafe. Auf der Anklagebank musste er sich wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und wegen Hausfriedensbruchs verantworten.

Auf der Party, die Anfang September im Zechenturm stattfand, legte sich der damals noch 18-Jährige offenbar mit einem anderen Gast an. Er wurde deshalb von den Mitarbeitern des Security-Dienstes rausgeworfen und erhielt ein Hausverbot. Das bekam ihm, der schon tief ins Glas geschaut hatte, denkbar schlecht. Voller Wut revanchierte sich der junge Mann mit dem Wurf einer vollen Bierflasche, die die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma nur knapp verfehlte und an der Wand des Turms zerschellte. Danach rannte er erst einmal davon, kehrte jedoch später zurück und verschaffte sich erneuten Zutritt zur Fete.

Auf der Anklagebank im Unnaer Amtsgericht wollte der inzwischen 19-Jährige nichts von dem Wurf mit der Flasche wissen. Er könne sich gar nicht erklären, wie die Zeugen überhaupt darauf kämen, dass er das gewesen sein sollte. „Ich war das nicht“, beteuerte der Beschuldigte. Und auch den Vorwurf, sich wieder auf die Party geschlichen zu haben, stellte er im Prozess etwas anders dar. In dem alkoholisierten Zustand sei er einfach wieder reingegangen und es habe auch keiner etwas dazu gesagt.

Zwei Zeugen widerlegten allerdings die Unschuldsbeteuerung, was den Flaschenwurf betraf. Beide erinnerten sich, gesehen zu haben, wie der junge Mann das Wurfgeschoss aufhob und in Richtung der Security-Leute schleuderte.

Damit war der Unnaer überführt. Und auch hinsichtlich des Hausfriedensbruchs bestanden keine Zweifel an der Schuld des strafrechtlich bereits in Erscheinung getretenen Beschuldigten. Für den endete das Ganze bitter: Das Gericht verurteilte ihn zur Zahlung von 2700 Euro Geldstrafe.

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