Lockerungen in Bönen: Spielplätze wieder offen

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Die Flatterbänder kommen ab: Ab heute dürfen Kinder auf den Spielplätzen der Gemeinde wieder klettern, schaukeln und rutschen.

Bönen – „Verantwortungsvolle Normalität“ soll nach den Worten von Ministerpräsident Armin Laschet in NRW Einzug halten. Seine Regierung gibt die Linie vor, die in den Kommunen verfolgt werden muss, die lokal umgesetzt werden müssen.

Hier erste lokale Reaktionen und Ausblicke auf das, was kommt:

Der Bürgermeister

„Ich finde es gut, dass Perspektiven aufgezeigt werden. Das ist wichtig für die Betroffenen“, sagt Bürgermeister Stephan Rotering, der die angekündigten Maßnahmen der Landesregierung als „sehr, sehr positiv“ sieht. Die Weiterführung der Lockerung, ist für ihn dabei nur konsequent. „Wenn man öffnen kann, muss man öffnen“, erklärt er mit Blick auf die wirtschaftlichen und psychologischen Folgen der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Infektionszahlen im Kreis Unna würden im Verhältnis zur Bevölkerung eine Lockerung erlauben. In Bönen gab es seit Tagen keine Neuinfizierung. „Es freut mich, dass die Bevölkerung so besonnen reagiert hat. Das ist eine tolle Entwicklung, die teuer erkauft worden ist.“

Das schrittweise Vorgehen bei der Öffnung. In Bezug auf Schule, Gastronomie, Kultur und Freizeit ist für Rotering der richtige Schritt. „Wir als Gemeinde haben die Aufgabe, das nun sach- und fachgerecht umzusetzen“, so Rotering zu den zu erstellenden Konzepten zum Beispiel für Restaurants, die für jedes Gebäude anders aussehen müssen.

Überrascht hat den Bönener Bürgermeister die kleine Aufweichung der Kontaktsperre, dass also sich nun auch zwei haushaltsferne Personen oder Paare treffen können. Doch auch diese Entscheidung begrüßt er. „Wichtig ist nur, dass jetzt keiner meint, es sei überstanden und die Schutzmaßnahmen vernachlässigt werden. Wir müssen trotzdem diszipliniert sein.“

Spielplätze

Keine leeren Schaukeln mehr bei strahlenden Sonnenschein. Am Donnerstagvormittag nehmen Mitarbeiter des Bauhofes in Bönen die roten Absperrbänder um die Spielplätze ab. Dann dürfen Kinder wieder rutschen, klettern und schaukeln. Ein paar Regeln sind in der Corona-Zeit allerdings zu beachten. Berührungen sind zu vermeiden, die 1,5 Meter Sichersheitsabstand sollen eingehalten werden, keine Gruppen zusammenspielen. Damit es nicht zu voll wird, soll an Spielplätzen nicht gepicknickt werden und bei Überfüllung sollten Eltern und Kinder wieder umkehren. Außerdem sollten zuhause vor und nach dem Spielen die Hände gewaschen werden und sich niemand ins Gesicht fassen.

Zur Erinnerung werden Hinweisschilder aufgehangen. „Die Einhaltung der darauf beschriebenen Verhaltensregeln ist notwendig, damit für Kinder, Jugendliche und erwachsene Begleitpersonen das Infektionsrisiko so gering wie möglich gehalten wird“, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. „Nur mit verantwortungsvollen Verhalten kann gewährleistet werden, dass die Spielplätze auf Dauer geöffnet bleiben können.“

Sportanlagen

Die Sportanlagen in der Gemeinde, der DFB-Minisportplatz und die Skateranlage an der Goetheschule sind von den Öffnungen ausgeschlossen und bleiben weiter geschlossen. Sport ohne Kontakt ist wieder erlaubt. In Bönen betrifft das vor allem die Reitvereine und den Tennisverein, die über eigene Anlagen verfügen, also von der Entscheidung der Gemeinde nicht betroffen sind. Die Tischtennisspieler müssen sich dagegen noch gedulden. „Die Vereine sind selbst in der Pflicht“, rechnet Rotering von allen Bönener Klubs mit überzeugenden Konzepten. Fußballer, Handballer dürfen erst Ende Mai aktiv werden. Ebenso die Schwimmer, weil dann das Bad & Sauna erst wieder öffnen darf.

Rathaus

Die weiteren Vorbereitungen für die Hygiene- und Gesundheitsschutzmaßnahmen im bisher nur in Teilen zugänglichen Rathaus sind abgeschlossen. Insofern wird es mit extra eingerichteten Arbeitsplätzen für den Publikumsverkehr am Montag öffnen. Besuche sind weiter nur mit einem fest vereinbarten Termin erlaubt. Die Einlasskontrollen und verschiedenen Hygienemaßnahmen werden aufrechterhalten. Dringende Termine können über die jeweiligen zuständigen Sachbearbeiter oder über die Zentrale, Telefon 9330, vereinbart werden, alle andere sollen weiter telefonisch durchgeführt werden.

An den ersten Tagen habe die Öffnung des Bürgerbüros gut funktioniert, so Rotering. Zu Wartezeiten sei es nicht gekommen. „Die Mitarbeiter haben die Erfahrung, wie lange eine Sache wie ein Personalausweis dauert und planen die entsprechende Zeit ein.“

Musikkarussell

Ab Montag wird es wieder instrumentalen Einzelunterricht geben. Das teilte die Leiterin Anne Suermann mit. Gruppen sind dagegen noch nicht erlaubt. „Es wird ein langsamer Einstieg“, sagt Suermann, die unter anderem Lehrer und Schüler befragen muss, ob sie zur Risikogruppe zählen. Dazu wird ein anderes Raumkonzept erstellt. Zwischen Lehrern und Schülern werden Plastikwände aufgebaut. Da sich die gewohnten Zeiten von vor dem Lockdown ändern, werden die Lehrer die Schüler individuell informieren.

Konzerte

Kleinere Konzerte unter freiem Himmel wären ab Montag wieder erlaubt, geplant ist in Bönen allerdings bislang nichts. „Die Konzerte sind und bleiben abgesagt“, sagt Rotering. Es werde aber sicherlich Anfragen von Veranstaltern geben. „Dann kommt es drauf an, ob der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.“

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