„Animal Rights Watch“

Protest gegen Massentierhaltung: Tierrechtsorganisation demonstriert am Samstag in Bönen

Protestmarsch Tierschutzorganisation Demonstration
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Die Tierrechtsorganisation „Animal Rights Watch“ organisiert immer wieder Protestaktionen, wie hier in Münster. Am Samstag startet ihr Protestmarsch in Bönen.

Für die Tierrechtsorganisation „Animal Rights Watch“ steht das Jahr 2021 unter dem Motto „Pute“. Aufgrund der kürzlichen Erweiterung der Putenmastställe in Lenningsen entschied sich die Organisation für Bönen und Unna als Austragungsort für die diesjährige Kundgebung und einen Protestmarsch.

Bönen – Der Marsch ist in diesem Jahr als Radtour vorgesehen und bereits angemeldet. Helmut Pruß aus Dortmund ist einer der Organisatoren. Pruß, der seit zehn Jahren vegan lebt, hat sich für Bönen als Startpunkt des Protests eingesetzt. Denn Anwohner hatten gegen den Neubau weiterer Putenställe an der Stadtgrenze zu Unna geklagt. Ein Eilantrag für einen Baustopp wurde im Januar abgelehnt. Inzwischen sind die Ställe fertig.

Den Organisatoren der Demo geht es aber nicht nur um die Bönener Puten, sondern insgesamt um eine Abschaffung der Nutztierhaltung und einen verbesserten Umwelt- und Klimaschutz und das Abwenden weiterer Pandemien. Alles zusammen habe seine Ursache in der Massentierhaltung, die unbedingt zu beenden sei. „Animal Right Watch“ besteht aus 38 regionalen Gruppen mit insgesamt 80 Aktiven und rund 800 Förderern.

„Für die Schließung aller Schlachthäuser“

Zudem setzt sich die Tierrechtsorganisation für Tierethik ein und lehnt die Produktion und Nutzung aller tierischen Produkte ab.

Auch deshalb habe man sich für den provokanten Aufruf „Für die Schließung aller Schlachthäuser“ entschieden. Denn, so Pruß, mit der Abschaffung der Nutztierhaltung seien auch Schlachthäuser nicht mehr nötig.

Die Protestaktion beginnt am Samstag, 2. Oktober, um 12.05 Uhr „Auf dem Hacheney“ in Bönen mit ersten kurzen Redebeiträgen. Danach begibt sich die Gruppe auf die rund 10 Kilometer lange Strecke zum Unnaer Marktplatz. Um 14 Uhr sind dort Kundgebungen geplant. Für die Unterhaltung sollen Bands sorgen, wie „Carrots don´t cry“ und „NeoC“ aus Münster. Im Anschluss wollen die Tierrechtler durch Unna ziehen. Die Organisatoren bitten um Einhaltung der Corona-Regeln und das Tragen einer medizinischen Maske.

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