Polizeikontrollen in Bönen

Bei Schwerpunkteinsatz 51 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten ausgestellt

Blaulicht Polizeiwagen
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An zwei Stellen kontrollierte die Polizei bei ihrer Schwerpunktaktion in Bönen.

Bönen – Der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Unna hat am Mittwoch an zwei Kontrollstellen in Bönen einen Schwerpunkteinsatz durchgeführt. Zwischen 6 und 14 Uhr wurden 86 Fahrzeuge, Klein-Lkw mit maximal 3,5 Tonnen, kontrolliert. 51 Fahrer kassierten Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten.

An der Aktion beteiligt war auch das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) der Polizei NRW in Selm, das Polizeipräsidium Dortmund, der Zoll Dortmund sowie der Kreis Unna. Im Mittelpunkt der Überprüfungen standen Kleintransporter wegen des in Pandemiezeiten anhaltenden Lieferbooms. Dabei wurden 51 Ordnungswidrigkeitenanzeigen erfasst, unter anderem wegen Drogenkonsum, Verstößen gegen die Gefahrgutverordnung, die Ladungssicherung und das Fahrpersonalgesetz.

Fünf Verwarnungsgelder wurden erhoben, weil die Transporter überladen waren oder die Zulassungsbescheinigungen fehlten. Und schließlich stellten die Beamten noch zwei Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Mindestlohn- und das Pflichtversicherungsgesetz.

Hintergrund des Schwerpunkteinsatzes war der zunehmende Warenverkehr durch Onlineshopping während der Corona-Krise, der auch auf den Straßen im Zuständigkeitsbereich der Kreispolizeibehörde Unna als einem der führenden Logistikstandorte zu erheblichem Lieferverkehr führt.

„Dadurch kommt es erfahrungsgemäß unter anderem zu nicht korrekt beladenen Fahrzeugen, Überladungen und Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten aufgrund des steigenden Termindrucks. Und dieser Termindruck sorgt in Einzelfällen leider auch dafür, dass die Fahrer Betäubungsmittel konsumieren, um diesem Stress standzuhalten. Der anhaltende Lieferboom hat außerdem zur Folge, dass nicht ausschließlich gelernte Berufskraftfahrer hinter dem Steuer sitzen. Diese und andere Faktoren gefährden in der Summe die Verkehrssicherheit“, sagt Einsatzleiter Thomas Stoltefuß, Leiter des Verkehrsdienstes bei der Kreispolizei.

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