Politiker informieren sich an der Goetheschule über das „Rucksack-Programm“

Dr. Dieter Wiefelspütz (Zweiter von links) und Michael Makiolla (Zweiter von rechts) besuchten die Goetheschule und informierten sich dort über das „Rucksack-Programm“. ▪

BÖNEN ▪ Seit September nimmt die Goethe-Grundschule am Programm „Rucksack in der Schule“ teil. Mütter von Zuwandererkindern in den ersten Klassen treffen sich dort jede Woche, besprechen zukünftige Unterrichtsinhalte und lernen, ihren Nachwuchs schulisch zu unterstützen.

Gestern waren der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Dieter Wiefelspütz, Landrat Michael Makiolla und Bürgermeister Rainer Eßkuchen vor Ort und tauschten sich mit den Eltern aus. Sieben Grundschulen gibt es im Kreis, die sich am von der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien im Kreis Unna (RAA) initiierten Programm beteiligen. Wiefelspütz und Makiolla wollen alle abfahren. Die Bönener Grundschule war der zweite Stopp auf ihrer Tour. „Mit unserem Besuch wollen wir das Gespräch mit den Müttern und den Schulen suchen, ihnen Mut machen und unsere Anerkennung für ihren Einsatz zum Ausdruck bringen“, sagte Makiolla. „Das ‚Rucksack-Programm‘ ist ein ganz wichtiges Instrument zur Integration.“ In Deutschland werde ständig eine Defizitdebatte geführt, an welchen Stellen Integration misslinge. An diesem Beispiel werde aber deutlich, das Vieles hervorragend funktioniere, erklärte er. „Eine geniale Idee“, umschrieb Wiefelspütz die Initiative. „Sie ist unglaublich wichtig in Sachen Zusammenhalt und Integration. Auch pädagogisch gesehen, handelt es sich um ein fantastisches Konzept.“ Eltern würden damit in ganz spezieller Weise und in einer anderen Qualität erreicht, sagte er.

Sennur Gercek, eine der teilnehmenden Mütter, sieht ihre Erwartungen am Programm erfüllt. Sowohl die Eltern als auch die Kinder hätten einen Nutzen davon. „Man lehrt und lernt mit den Kindern“, sagte sie. Zusammen mit ihren Mitstreiterinnen sei sie in erster Linie der Schule für diese Gelegenheit dankbar. Die Gruppe freue sich, dass auch an die Eltern gedacht worden sei.

Wie erfolgreich sie in ihren Anstrengungen waren, wird das Zeugnis zeigen, dass auch sie am Ende des Schuljahres erhalten werden. Angst, sitzenbleiben zu müssen, braucht dabei niemand zu haben. Im Gegenteil: Mit dem neuen ersten Schuljahr r wird sich im Sommer eine nächste Gruppe bilden. Am Ende soll es dann in allen vier Jahrgängen „Rucksack-Eltern“ geben. ▪ gri

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