Postplatz wird für den Aufbau der Container vorbereitet

Zweite Übergangs-Kita in Bönen soll im Mai starten

An der Poststraße in Bönen werden Container für eine weitere Übergangs-Kita aufgestellt. Die Vorbereitungen laufen
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Dort, wo das provisorische Rathaus gestanden hat, werden nun die Container für die neue Kita aufgebaut werden. 75 Kinder sollen ab August an der Poststraße betreut werden.

Bönen – Derzeit werden zwar viele Kinder zu Hause betreut, doch hoffen die meisten Familien darauf, ihre Kleinen bald wieder in die Kita bringen zu können. Das gilt zumindest für diejenigen, die dort einen Platz bekommen haben. Noch reichen die Angebote in den zehn Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde nämlich nicht aus, um den Betreuungsbedarf in der Gemeinde zu decken. Die Kita Hegemann GmbH aus Iserlohn soll Abhilfe schaffen. Als Träger einer elften Einrichtung in Bönen lässt sie derzeit das Grundstück an der Poststraße herrichten. Dort sollen Container für eine Übergangs-Kita aufgestellt werden.

So rollten am Mittwochmorgen die ersten Baugeräte an, um gefällte Bäume zu beseitigen und den Erdboden für die Fundamente vorzubereiten. Dort, wo vor dem Umzug in das neue Verwaltungsgebäude am Bahnhof das provisorische Rathaus – ebenfalls ein Containerbau – gestanden hat, sollen künftig 75 Kinder in vier Gruppen betreut werden.

Das etwa 700 Quadratmeter umfassende Provisorium wird allerdings anders angeordnet werden als das Container-Rathaus. „Die Container werden U-förmig aufgestellt, weil das Grundstück schmaler ist als das der benachbarten Awo-Kita. Trotzdem werden wir eingeschossig bleiben“, schildert Andreas Kerntke, Geschäftsführer der Kita Hegemann. Das mache es zum Beispiel einfacher, Notausgänge auszuweisen. Zum anderen seinen die Ansprüche an eine Kindertageseinrichtung andere als die an ein Verwaltungsgebäude.

In den bestellten Containern ist einiges vorinstalliert, kindgerecht eingerichtet mit Möbeln, Spielgeräten und Co. werden die Räume dann aber von dem künftigen Betreiber.

Ab August soll die Einrichtung viergruppig laufen

Wenn alles so läuft, wie es sich es sich die Verantwortlichen wünschen, dann soll die neue Einrichtung am 1. Mai eröffnen, vorerst für zwei Gruppen. „Ab 1. August laufen wir dann aber viergruppig“, kündigt Kerntke an. Für beide Termine stehen inzwischen auch schon die Mitarbeiter zur Verfügung, wie der Hegemann-Geschäftsführer berichtet. Und die künftigen Besucher stehen ohnehin in den Startlöchern. Die Plätze für die Kinder werden vom Kreis-Jugendamt Anfang Februar vergeben.

Lediglich das Wetter und die Corona-Pandemie können nun noch für Verzögerungen sorgen, etwa weil bestimmte Bauteile oder wichtige Einrichtungsgegenstände nicht geliefert werden. Davon geht Andreas Kerntke aber erst mal nicht aus. „Wir freuen uns schon darauf, eine neue Gemeinde kennenzulernen“, sagt er.

Schließlich will die Kita Hegemann dauerhaft in Bönen bleiben. Parallel zum Aufbau der Container laufen nämlich bereits die Planungen für einen endgültigen Kita-Bau. Der soll in circa zwei Jahren bezugsfertig sein. Wo genau die Einrichtung dann stehen wird, sei aber noch endgültig entschieden. „Es gibt verschiedene Überlegungen“, gibt Andreas Kerntke an.

Endgültiger Standort noch offen

Ursprünglich war angedacht, mit dem Vorhaben auf dem Areal zu bleiben. Der Kreis Unna hatte die Fläche zunächst für fünf Jahre angemietet, um dort eine provisorische Kita unterzubringen. Als sich herausstellte, dass auch mit einer zehnten Kindertageseinrichtung, der Awo-Kita Kleine Forscher, der Bedarf an Betreuungsplätzen in Bönen künftig nicht ausreichend gedeckt werden kann, verlängerten die beiden Vertragspartner die Mietzeit im Sommer 2019 auf zehn Jahre. Damit wollte der Kreis sich die Möglichkeit sichern, eine weitere Kita in diesem Bereich anzusiedeln.

„Es gibt aber städtebauliche und zeitliche Kriterien, die der Fläche im Wege stehen“, erklärt nun Fachbereichsleiter Robert Eisler von der Gemeindeverwaltung. Da auf der einen Seite des geplanten Containerbaus bereits die Kita der Awo eine vorübergehende Heimat gefunden hat und auf der anderen Seite, auf der Hundewiese, eine Spielfläche für die Hegemann-Kita angelegt werden soll, ist es tatsächlich eng auf dem Grundstück. Und wann genau die „Kleinen Forscher“ an die Carl-von-Ossietzky-Straße ziehen und somit Platz für einen Neubau schaffen, steht noch nicht fest. Vor dem Herbst ist aber sicher nicht mit einer Eröffnung in der Borgholzsiedlung zu rechnen.

Gemeinsam mit dem künftigen Träger hat die Gemeindeverwaltung jedoch bereits Ideen, wo der Neubau der elften Kindertageseinrichtung im Ort entstehen könnte., so Eisler. Diese soll zunächst den Mitgliedern des Fachausschusses Planen, Bauen und Umwelt vorgestellt werden. Das Gremium tagt am 4. Februar.

Hundeplatz vorerst gesperrt

Während des Container-Auf- und Ausbaus bleibt die Hundewiese an der Poststraße gesperrt. Voraussichtlich ab Mai nutze die neue Übergangs-Kita dann den östlichen Teil des Grundstücks als Spielfläche, heißt es aus dem zuständigen Fachbereich der Gemeinde. Wo genau die Grenze des Spielplatzes verläuft, stehe aber noch nicht fest. Die restliche Fläche könnten die Hundebesitzer und ihre Vierbeiner jedoch vorerst wieder benutzen. „Die Prüfung möglicher Ersatzflächen für die Zeit nach der Kita- und der geplanten wohnbaulichen Nutzung läuft noch“, sagt Fachbereichsleiter Robert Eisler.

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