WFG plant Umfrage und Logistikgipfel zu Lkw-Problem im Industriegebiet

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Es ist eng im Industriegebiet in Bönen, wie hier an der Edisonstraße

Bönen – Es ist eng im Industriegebiet „Am Mersch“ und im Bönener Inlogparc. Entlang der Straßen parken etliche Lkw, oft über Nacht oder gar das ganze Wochenende. Das Problem will die WFG jetzt mit einer Umfrage angehen.

Wer am Freitagabend zu spät kommt, der muss oftmals warten, bis am Montagmorgen die Werkstore wieder öffnen, um seine Ladung loszuwerden. Eine andere Parkmöglichkeit für die überwiegend ausländischen Lkw-Fahrer gibt es dort nicht – keinen Autohof, keine Tankstelle, keine Sanitäranlagen, keine Gastronomie und keine Einkaufsmöglichkeiten. Das führt natürlich zu einigen Problemen, zurückgelassener Müll ist eines der kleineren. 

Nur wenige Betriebe haben Abhilfe geschaffen und bieten den Fahrern Aufenthaltsräume, Toiletten und Waschgelegenheiten an. Diese Situation in der Gemeinde ist dabei nicht ungewöhnlich. Ähnlich sieht es in anderen Industrie- und Gewerbegebieten im gesamten Kreis Unna aus. Gründe für das Problem gibt es viele, unter anderem die Nähe zu den Autobahnen, die gute Konjunkturlage und der wachsende Online-Handel, aber auch die EU-Regelungen zum Lkw-Verkehr, zu Ruhezeiten und Lieferbeziehungen. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Kreis Unna will sich nun dafür einsetzen, dass dieses Problem gelöst wird. Die Mitarbeiter haben bereits mit den Verantwortlichen einiger Großbetriebe gesprochen und mit weiteren Termine vereinbart. Ebenso sind die Bürgermeister von Bönen, Kamen, Unna und Bergkamen miteingebunden. Geplant ist ein Logistikgipfel, um alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und nach Lösungen zu suchen. Um dieses Treffen vorzubereiten, sollen die Betroffenen, sprich die „gestrandeten“ Lkw-Fahrer befragt werden. Momentan ermittelt die WFG anhand der Länderkennzeichen der abgestellten Fahrzeuge, woher die Lkw kommen. Danach sollen Studenten oder andere Mitarbeiter, die die Muttersprachen der Fahrer sprechen, sie nach Weg und Ziel befragen. Die Umfrage soll überwiegend in den Abendstunden und an den Wochenenden noch vor den Sommerferien durchgeführt werden, kündigt die WFG an. So könne auch festgestellt werden, ob von den Autobahnen verdrängter Lkw-Verkehr zur Problematik beiträgt oder ob es tatsächlich ein lokales Problem ist.

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