Pilotprojekt im Borgholz stockt:

E-Mobile der Post bis auf Weiteres in Reparatur

Özcan Öztürk mit dem E-Mobil der Post
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Özcan Öztürk kann zurzeit nicht mit dem E-Mobil im Borgholz unterwegs sein.

Die Post- und Paketzustellung im Bezirk Borgholz sollte ökonomischer, vor allem aber ökologischer werden. Seit Februar wurde deshalb in einem Pilotprojekt ein E-Mobil auf die Tour geschickt. Seit Wochen „dieselt“ ein normaler Transporter durchs Wohnviertel. Technische Probleme, sagt die Post.

Bönen – Eigentlich sollte die Postzustellung im Bezirk Borgholz ökologischer und ökonomischer werden mit einem Pilotprojekt der Post. Seit 23. Februar wurde der Zustellbezirk zum Verbundbezirk, in dem Briefe und Paketen aus einer Hand mit dem Elektromobil ausgeliefert wurden. Bis dahin hatten, wie in den anderen innerörtlichen Bezirken, die Zusteller getrennt Briefe mit dem Fahrrad und Pakete mit dem Lkw ausgeliefert.

Aber seit Wochen keine Spur vom gelben E-Mobil. Stattdessen fährt ein normaler Transporter durch die Wohnsiedlung. „Wir haben technische Probleme“, informiert Postsprecher Rainer Ernzer. „In Bönen sind gleich zwei E-Mobile ausgefallen und wir müssen leider Ersatzfahrzeuge einsetzen, die derzeit durch die Siedlung dieseln. Wir warten seit Längerem auf Ersatzteile. Wie lange es noch dauert, bis die E-Mobile wieder einsatzbereit sind, können wir noch nicht sagen.“ Wenn die Fahrzeuge repariert sind, sollen sie aber sofort wieder eingesetzt werden wie geplant.

Dass es durch die Umstellung des Bezirks auf Verbundzustellung auch zu Verzögerungen bei der Zustellung komme, wie einige betroffene Anwohner beklagen, das schließt Ernzer aus: „Wir haben coronabedingt ein sehr hohes Paketaufkommen. Das verlängert leider an einigen Stellen die Zustellung. Das hat aber erst mal nichts mit der Art des Fahrzeugs zu tun.“

Wenn die Post später kommt

Allerdings werde jedes Jahr eine Messung des Bezirks vorgenommen. „Wenn Veränderungen festgestellt werden, werden die Bezirke dem angepasst, Straßen rausgenommen oder hinzugefügt und die Fahrtfolge verschoben. Die Kunden, die am Anfang eines Bezirkes wohnen, die haben Glück und bekommen ihre Post morgens, die am Ende der Tour erst nachmittags. Bei einer Umstellung kann sich die Reihenfolge verändern. Wer seine Post dann früher im Briefkasten findet, freut sich, wer sie später erhält, ärgert sich.“ Aber ein Recht auf eine bestimmte Zustellungszeit gebe es nicht.

Dass die Post auch mal einen Tag später als üblich geliefert wird, könne damit zusammenhängen, so der Postsprecher, dass die Zusteller in ihrer vorgeschriebenen maximalen Arbeitszeit nicht immer alle Sendungen schaffen. „Die werden dann am nächsten Morgen ausgeliefert.“ Denn das Aufkommen an Briefen und Paketen sei nicht jeden Tag gleich. „Darauf haben wir keinen Einfluss. Die Zusteller haben in der Pandemie im wahrsten Sinne des Wortes ihr Päckchen zu tragen“, sagt Ernzer, „aber alle Mitarbeiter bemühen sich, dass alles schnell zum Kunden kommt.“

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