Gemeindearchiv Bönen

Philipp Frank kümmert sich um das kulturelle Gedächtnis der Gemeinde

Philipp Frank Archivar seit dem 1. Dezember im Gemeindearchiv Bönen
+
Philipp Frank arbeitet seit dem 1. Dezember im Gemeindearchiv.

Bönen – Seit dem 1. Dezember hat die Gemeinde einen neuen Archivar. Philipp Frank (28) stammt aus Heilbronn und hat Europäische Geschichte an der Technischen Universität Chemnitz und an der Central European University in Budapest studiert und im November 2019 mit dem Master abgeschlossen. Danach arbeitete er ein Jahr als freier Mitarbeiter im Sauerlandmuseum in Arnsberg im Bereich Museumspädagogik.

Seit eineinhalb Jahren fällt Gemeindearchivarin Barbara Börste bereits aus, ist das Archiv der Gemeinde verwaist. Im kommenden Jahr soll das Bönener Archiv nun endlich vom Bahnhofsgebäude in die Alte Mühle umziehen. Deshalb hat sich die Gemeinde dazu entschlossen, einen neuen Archivar ins Boot zu holen – zunächst auf ein Jahr befristet.

Der Neue hat die Bestände im Bürgerbahnhof bereits gesichtet. „Meine Vorgängerin war viele Jahre für die Gemeinde tätig und kannte ihr Archiv natürlich aus dem Effeff“, sagt Frank. Eine Einarbeitung durch seine Vorgängerin war nicht möglich, aber dennoch finde er sich mittlerweile ganz gut zurecht. Das Bönener Archiv sei noch nicht digitalisiert, „aber es gibt ein Suchprogramm, in dem alle Bestände eingetragen und verschlagwortet sind. „Wenn eine Anfrage kommt, kann ich weiterhelfen“, ist Philipp Frank sicher.

Das Archiv sei das kulturelle Gedächtnis der Gemeinde, bringt Philipp Frank seine Arbeit auf den Punkt. Momentan liege durch Corona viel brach. Aber bewährte Kooperationen, etwa mit den Bönener Schulen oder historischen Arbeitskreisen, möchte er weiterführen, und auch die Herausgabe des Bönener Kalenders mit historischem Bildmaterial aus der Gemeinde, kann er sich gut vorstellen. Für 2021 sei es allerdings zu spät.

Nach dem Lockdown die Gemeinde erkunden

Bönen kennt er bisher noch nicht gut. Schließlich reist er jeden Tag mit dem Zug von Arnsberg an und steht dann direkt vor seinem Arbeitsplatz. Aber das will er, sobald der Lockdown vorbei ist, nachholen. „Für mich als Ansprechpartner in Sachen Heimatgeschichte ist es ganz wichtig, die Gemeinde gut zu kennen.“

Die Digitalisierung des Gemeindearchivs ist eine Herausforderung, die ihm demnächst bevorsteht. Das zuständige LWL Archivamt fordert die Digitalisierung der Archive in ihrem Zuständigkeitsbereich schon seit Längerem. Da müssten aber zunächst technische Voraussetzungen geschaffen werden, sagt Frank. Zunächst aber steht der Umzug in die Alte Mühle an, wenn die Dacharbeiten abgeschlossen sind. Fachbereichsleiter Jörg-Andreas Otte rechnet mit dem ersten Halbjahr 2021.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare