Open-Air-Vernissage an Bönens Gymnasium

Kunstprojekt am MCG: Vernissage auf dem Hof macht Corona-gerechten Austausch möglich

„Harte Schale, weicher Kern“ - so hat sich Joane Merius in dem Projekt dargestellt.
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„Harte Schale, weicher Kern“ - so hat sich Joane Merius in dem Projekt dargestellt.

Frische Ideen an frischer Luft: Corona bescherte der Abiturientia am Bönener Gymnasium ein ganz besonderes Kunsterlebnis.

Bönen – Anerkennung und Wertschätzung gefällt den meisten Künstlern. In der Pandemie ist es jedoch schwierig, den Menschen die eigenen Ideen und Werke näher zu bringen. Ausstellungen sind kaum möglich, ein Austausch über Kunst, ein Verweilen und Schauen nicht angesagt. Dafür bleibt eigentlich nur der digitale Weg.

Günstige Wetterprognose flugs genutzt

Umso glücklicher war Kunstlehrerin Jana Scheffler, dass ihre Schüler nun an ihrem letzten regulären Schultag die Möglichkeit bekamen, ihre Arbeiten einem, wenn auch kleinen, Publikum zu zeigen. Der Kunst-Grundkurs des Abiturjahrganges am Marie-Curie-Gymnasium stellte seine Werke am Freitagnachmittag auf dem Oberstufen-Schulhof aus. Dort war genügend Platz, um die Objekte zu präsentieren und gleichzeitig beim Durchwandeln der Ausstellung Abstand zu halten. „Wir haben einfach die günstige Wetterprognose genutzt“, sagte Jana Scheffler.

Die Freiluft- Vernissage besuchen konnten allerdings nur die Aussteller selbst und – streng getrennt – einige ihrer Mitschüler aus einem anderen Kurs. Sie ließen sich von den Künstlern selbst die Werke erklären. Aufgabe der Gymnasiasten war es, ein ungegenständliches Relief zu gestalten, das die eigene Persönlichkeit widerspiegelt.

Auseinandersetzung mit dem Selbstbild

Benjamin Kurz griff diese Vorgabe direkt auf und baute einen gebrochenen Spiegel in sein Objekt „Reflexion“ ein. „Die Scherben haben eine Doppelbedeutung“, erklärte der 18-Jährige. „Zum einen stehen sie für die Selbstreflexion aus verschiedenen Perspektiven, zum anderen für Barrieren und Hindernisse.“

Austausch das Wichtigste im Projekt

Joane Mevius zeigte hingegen „Harte Schale, weicher Kern“, eine Konstruktion aus Stahlnägeln mit einer Wattekugel in der Mitte, Lea Lang eine „Hügellandschaft“. „Da kann sich jeder seine eigenen Gedanken zu machen“, gab die Abiturientin an. Und das war schließlich der Sinn der Ausstellung: Die Betrachter sollten über die Kunst ins Gespräch kommen, wünschte sich Jana Scheffler. Und für das echte „Vernissage-Gefühl“ spendierte sie Prosecco, in der alkoholfreien Variante.

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