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Bönenerin hält sich selbst für bescheuert

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Von: Sylvia Mönnig

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Gerichtshammer
Das Amtsgericht in Unna beschäftigte sich mit dem Fall der Bönenerin © Uli Deck / DPA

Ohne Führerschein und Versicherung wagte eine Bönenerin (61) einen kleinen „Ausflug“ mit dem Auto – und wurde einmal mehr erwischt. Vor Gericht räumte sie den Rückfall in alte Muster nun sofort ein. Diesmal endete die Sache für sie mit einer Bewährungsstrafe.

Unna/Bönen – Mehrere einschlägige Vorstrafen besaß die Frau aus Bönen bereits. Davon abhalten, sich wieder hinter ein Steuer zu setzen, konnte sie das allerdings nicht. Im Dezember war die Frau ohne Fahrerlaubnis mit ihrem unversicherten Auto ohne Kennzeichen in Altenbögge unterwegs und fiel prompt auf.

Jetzt saß sie im Amtsgericht Unna auf der Anklagebank und nickte den aktuellen Vorwurf förmlich ab: „Es stimmt alles, was die Frau Staatsanwältin da vorgelesen hat.“ Sie nahm kein Blatt vor den Mund, nannte sich selbst bescheuert und betonte: „Ich weiß selbst nicht, welcher Vogel mich da geritten hat. Mir tut das leid, was ich da gemacht habe.“ Auch sprach sie von einer schwierigen Situation zur Tatzeit. Nun wolle sie sich bemühen, den Führerschein wieder zu erlangen.

Vier Monate auf Bewährung

Geständnis, Reue und Einsicht sprachen für die 61-Jährige. Dementgegen strafschärfend mussten sich die Vorbelastungen und das rasante Rückfalltempo auswirken. Sie wurde letztlich wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz zu vier Monaten Haft auf Bewährung, 18 Monaten Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis und 200 Euro Geldbuße verurteilt.

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