Nach Filialschließung in Heeren-Werve

Ohne Fachpersonal droht auch Bönener Fleischerei das Aus

Fleischermeister Norbert Jokiel  in seinem Betrieb in Unna mit Wurst-Ständer
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Fleischermeister Norbert Jokiel sucht Fachpersonal für seine Metzgerei in Bönen.

Bönen – Seit einem Jahr gehen in der Fleischerei Jokiel an der Bahnhofstraße nur noch vormittags Fleisch und Wurst über die Theke. Das sei aber nicht in erster Linie der Coronapandemie geschuldet, sondern der Tatsache, dass kein Personal zu finden ist, verrät Inhaber Norbert Jokiel.

Der 63-jährige Fleischermeister, der seinen Hauptladen in Unna Königsborn betreibt, musste deshalb bereits Anfang des Monats seine Filiale in Heeren-Werve schließen. Auch hier führte Personalmangel letztlich zur Geschäftsaufgabe.

Auch dem Bönener Laden könnte die Schließung drohen, wenn der Betrieb auf Dauer kein Personal findet, nachdem langjährige Mitarbeiterinnen inzwischen in Rente gegangen sind. „Vor allem samstags möchte niemand mehr arbeiten“, so Jokiels Erfahrung. „Wir haben sowieso gegen die Niedrigpreise der großen Discounter zu kämpfen“, räumt Jokiel ein, „aber unsere Stammkundschaft ist uns weiterhin treu und weiß unsere Qualität zu schätzen, und dass unsere Ware nachweisbar von Bauern aus der Umgebung stammt.“

Wenn Inhaber Norbert Jokiel kein Personal findet, muss der Traditionsbetrieb an der Bahnhofstraße möglicherweise schließen.

Der Metzgermeister hofft, zeitnah neue Mitarbeiter zu finden. Am liebsten natürlich vom Fach, um die Kundschaft kompetent beraten zu können. „Aber man kann alles lernen. Denkbar wäre auch eine Umschulung zur Fleischfachverkäuferin beziehungsweise zum -verkäufer.“ Wenn das nicht gelingt, könnten auch in Bönen bald die Rolläden für immer geschlossen bleiben.   

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