Bedarf an den Grundschulen ist hoch

281 Bewerber auf 250 OGS-Plätze in Bönen

Die OGS-Plätze in Bönen sind sehr begehrt.
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Zurzeit stehen 150 OGS-Plätze in der Bönener Hellwegschule zur Verfügung.

Bönen – Die Plätze in der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Bönen sind begehrt. Für das kommende Schuljahr liegen der Gemeinde als Schulträger 177 Anmeldungen für die OGS an Hellweg- sowie 104 an der Goetheschule vor. Vorhanden sind jedoch zurzeit nur 150 Plätze an der Hellweg- und 104 an der Goetheschule. Das bedeutet, dass nach aktuellem Stand nach den Sommerferien Betreuungsplätze für 31 Mädchen und Jungen fehlen. Ob diese bis zum Schuljahresbeginn geschaffen werden können, ist offen.

Fachbereichsleiter Jörg-Andreas Otte von der Gemeindeverwaltung hat sich mit den Schulleitungen, den Verantwortlichen beim OGS-Träger, der Awo-Tochter Bildung und Lernen gGmbH, und den OGS-Mitarbeitern verabredet, um nach einer Lösung zu suchen. Der Termin wurde weit vor den Sommerferien angesetzt, wie Otte angibt.

Geklärt werden muss in dem Gespräch, ob insbesondere an der Hellwegschule eine weitere Gruppe installiert werden kann. Dafür müsste zum einen ausreichend Platz, zum anderen aber auch genügend Personal zur Verfügung stehen. Letzteres gestaltet sich jedoch schwierig, da im Augenblick bundesweit auf dem Arbeitsmarkt ein eklatanter Mangel an Erziehern herrscht.

Schon im laufenden Schuljahr musstet die Bildung und Lernen zusätzliche Mitarbeiter einstellen, um weitere Gruppen an der Hellwegschule einzurichten. Dort werden seit Sommer vergangenen Jahres statt wie bis dahin 100 nunmehr 150 Kinder betreut – wenn denn das Infektionsgeschehen einen normalen Schulbetrieb zuließe. Der Gemeinderat hatte dann im Dezember mehrheitlich beschlossen, die Gruppengrößen von ursprünglich 30 Schülern auf maximal 25 je Gruppe zu verringern, um den Betreuungsschlüssel zu verkleinern.

Vergabe nach Bedarf

Sollten alle 177 Kinder auf der aktuellen Anmeldeliste berücksichtigt werden, müssten also eigentlich sogar zwei neue Gruppen gebildet werden, damit kein Grundschüler auf einer Warteliste stehen bleibt.

Die Plätze werden ebenfalls nach einem Ratsbeschluss in diesem Jahr erstmals nicht nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben, sondern nach Bedürfnis. Das heißt, Kinder von berufstätigen Eltern oder mit besonderem pädagogischen Bedarf werden bevorzugt berücksichtigt. Daher müssen die Verantwortlichen nun auch prüfen, ob entsprechende Ansprüche bestehen.

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