Vorfall in Nordbögge

Die falschen Blüten: Mann wendet auf Reiterfete ganz dreiste Masche an - Falschgeld im Umlauf

Mit Geld eine Zigarette anzünden? Das deutet auf nichts Gutes hin. Ein 48-Jähriger aus Bergkamen wendete in Nordbögge eine dreiste Masche an.
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Mit Geld eine Zigarette anzünden? Das deutet auf nichts Gutes hin. Ein 48-Jähriger aus Bergkamen wendete in Nordbögge eine dreiste Masche an.

Als die Wertmarkenverkäuferin am 9. Februar bei einer Reiterparty in Nordbögge plötzlich Falschgeld in der Hand hielt, traute sie ihren Augen kaum. Einer der Gäste hatte mit einem falschen Schein eine Verzehrkarte bezahlt.

Bönen –  Sensibilisiert achtete die Frau nun sehr genau auf das Geld, das ihr übergeben wurde. Und tatsächlich landete im Laufe des Abends erneut ein falscher Schein auf ihrem Tisch. Sofort hielt sie den Gast fest. Der fand sich daraufhin im Amtsgericht Unna im Zeugenstand wieder. Auf der Anklagebank saß ein Mann aus Bergkamen. 

Laut Vorwurf hatte der dem Gast das Falschgeld gegeben, ohne ihn darüber aufzuklären. Er habe das Geld im Internet bestellt. „Einfach aus Gag. Ich wollte mir mal eine Zigarette mit einem Geldschein anzünden“, gab der Beschuldigte an. Bei der Party habe er einen Kumpel seines Sohnes getroffen.

Aus Spaß habe er ihm 70 Euro gegeben, ihm aber deutlich zu verstehen gegeben, dass es sich um Falschgeld handelt. Er habe sogar vor dessen Augen einen Schein angezündet. „Das mache ich ja nicht mit echtem Geld“, so der 48-Jährige. Es sei für ihn auch klar erkennbar gewesen, dass die Scheine nicht echt waren.

„Ich bin davon ausgegangen, dass das Geld echt ist“, gab der Empfänger der Scheine dagegen an. Auf Nachfrage, woher der Angeklagte soviel Geld habe, dass er ihm einfach etwas schenken könnte, habe der Bergkamener geantwortet, dass seine Geschäfte gut liefen. 

Der 48-Jährige musste sich vor dem Amtsgericht in Kamen verantworten. 

Er habe sich dann vor den Augen des 22-Jährigen eine Zigarette mit einem Zwanziger angezündet. Den angekokelten Schein habe er aufgehoben, so der Zeuge. An der Wertmarkenkasse sei er dann festgehalten worden. Niemand habe etwas von Falschgeld gesagt. 

Drei Zeugen droht Verfahren wegen Falschaussage

Das Gericht hielt seine Angaben für authentisch, obwohl drei Zeugen aus dem Lager des Angeklagten behaupteten, den 22-Jährigen über das Geld aufgeklärt zu haben. Keinem von ihnen schenkte der Richter Glauben. Auf sie könnten nun möglicherweise Verfahren wegen Falschaussage zukommen. 

Die Kassiererin gab im Zeugenstand an, der 22-Jährige hätte beim Festhalten überrascht gewirkt: „Er hat gar nicht verstanden, was ich von ihm wollte.“ 600 Euro Geldstrafe muss der finanzielle nicht rosig dastehende Angeklagte als Strafe zahlen. Er sei davon überzeugt, begründete der Richter das Urteil, dass weder der Angeklagte noch wer anders erwähnt hatten, dass es sich um falsches Geld handelte.

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