Vorbereitungen auf Notbremse

Corona im Kreis Unna: Einkaufen im Einzelhandel bald nur noch mit negativem Test

Trotz Corona-Notbremse bleiben der Einzelhandel im Kreis Unna geöffnet. Doch wer ein Geschäft betreten will, der braucht künftig einen negativen Test.

Bönen/Kreis Unna – Auch wenn das Land die Corona-Notbremse zieht, weil der Kreis Unna weiterhin Inzidenzwerte über 100 hat, die Geschäfte bleiben weiterhin geöffnet für Click & Meet. Bald könnte aber ohne Negativ-Test nichts mehr gehen. Das verkündete am Montag Landrat Mario Löhr. Und: Der Kreis erhält zusätzliche Impfdosen. (News zum Coronavirus im Kreis Unna)

LandkreisKreis Unna
Fläche542,6 km²
Einwohner394.782 (2019)

Corona im Kreis Unna: Einzelhandel bleibt zunächst geöffnet

Die Geschäfte bleiben in NRW zunächst weiterhin geöffnet für Click & Meet – also Shoppen mit Termin nach vorheriger Anmeldung. Auch im Kreis Unna. Das verkündete Landrat Mario Löhr am Montag in einer Pressekonferenz für den Kreis Unna. Sollte der Inzidenzwert im Kreis drei Tage in Folge über der kritischen Marke von 100 liegen, muss ein negatives Testergebnis zum Einkaufen vorgelegt werden. Vom Land erhält der Kreis einmalig 2800 Impfdosen der Firma Biontech, die bereits am kommenden Samstag in den Kommunen verimpft werden sollen.

Das Land NRW hatte angekündigt, bei Städten und Kreisen, die drei Werktage in Folge über dem Wert von 100 liegen, die Corona-Notbremse zu ziehen. Am vergangenen Wochenende hatte auch der Kreis Unna die Sieben-Tages-Inzidenzzahl von 100 überschritten. Nun bereitet sich der Kreis auf Einschränkungen vor. Allerdings sollen Geschäfte nicht grundsätzlich geschlossen, sondern dürfen zunächst weiter mit einem Termin aufgesucht werden.

Corona im Kreis Unna: Regel mit Tests tritt frühestens Mittwoch in Kraft

Sollte der Inzidenzwert an mindestens drei Werktagen hintereinander über hundert liegen, dann muss der Kunde ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden sein darf, um ein Geschäft zu betreten. Damit schließt sich der Kreis Unna nach Absprache mit den zehn Bürgermeistern vielen Städten und Kreisen in NRW an, die sich bereits für die Test-Option entschieden haben. Sie werde frühestens am Mittwoch in Kraft treten, so Kreisgesundheitsdezernent Uwe Hasche. „Der Inzidenzwert hatte noch einmal unter hundert korrigiert werden müssen, sodass erst ab Montag gerechnet wird.“

Zusätzliche 2800 Impfdosen erhält der Kreis Unna vom Land. Sie sollen am Karsamstag in den Kommunen verimpft werden.

Unterdessen laufe die Impf-Kampagne im Impfzentrum weiter auf vollen Touren, berichtet Landrat Mario Löhr. Das Gesundheitsministerium NRW stelle einmalig landesweit 130 000 zusätzliche Impfdosen der Firma Biontech zur Verfügung, die noch in dieser Woche verteilt werden. Davon wird der Kreis Unna kurzfristig 2800 Impfdosen erhalten. Sie werden auf die zehn Kommunen im Kreis verteilt und vor Ort Karsamstag verimpft. Zugute kommen sollen diese Impfdosen Menschen mit Vorerkrankungen der Prioritätengruppe 2. Für Menschen mit Vorerkrankungen, die nicht am Karsamstag geimpft werden können, gilt: Terminvereinbarungen sind ab Dienstag, 6. April, möglich. Geimpft wird in den Hausarztpraxen.

Corona im Kreis Unna: Impftermine für die 79-Jährigen ab 6. April

Ab 6. April startet die Terminvereinbarung für die 79-Jährigen. Sie werden ab 8. April parallel zu den Über-80-Jährigen geimpft. „Wir werden jahrgangsweise vorgehen. Das geht los mit den 79-Jährigen, gefolgt von den 78-Jährigen und so weiter“, erläutert Uwe Hasche. „Die Erfahrungen der Kassenärztlichen Vereinigung, alle über 80-Jährigen auf einmal einzuladen, möchten wir nicht wiederholen.“

Die 79-Jährigen erhalten in dieser Woche einen Brief von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sowie ein Begleitschreiben der Kommune. Die Impfungen finden im Impfzentrum in Unna statt, die Buchung wie gehabt über die KVWL online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117. Paarbuchungen für Ehepaare und Lebenspartnerschaften sind diesmal möglich, auch wenn nur einer der Partner Jahrgang 1941 oder älter ist.

Wegen Problemen mit der Buchungssoftware auf der Seite der KVWL sei es zwischenzeitlich zu bis zu 20 Prozent Fehlbuchungen gekommen, räumte Landrat Löhr ein. „Es hatten sich Personen angemeldet, die noch nicht an der Reihe waren, und die das Impfzentrum abweisen musste. Um Impfstoff nicht wegwerfen zu müssen, ist eine Bestellung Impfstoff nicht abgerufen worden.“ In der Zwischenzeit sei das aber wieder aufgeholt worden. Die Fehler in der Terminbuchungs-Software auf der KVWL-Homepage sollen mittlerweile aber behoben worden sein.

Rubriklistenbild: © © Andreas Rother

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