Neuen Job verschwiegen und von der Arbeitsagentur weiter Geld kassiert

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Verhandelt wurde der Fall vor dem Unnaer Amtsgericht.

Unna/Bönen – Nach einem Sozialbetrug und einer Schwarzfahrt erhielt ein Bönener die Chance, einer Verurteilung zu entgehen. Diese Chance nutzte der 21-Jährige nicht in der gebotenen Zeit. Deshalb saß er nun erneut in Unna auf der Anklagebank.

Rückblende: Für den Zeitraum zwischen Mitte November und Ende Dezember 2018 erhielt der junge Bönener zu Unrecht fast 1000 Euro Unterstützung, weil er der Arbeitsagentur seinen neuen Job verschwieg. Im gleichen Zeitraum wurde er darüber hinaus bei einer Schwarzfahrt mit der Bahn von Hamm nach Bönen erwischt. 

Im Sommer vergangenen Jahres musste er sich deshalb wegen Betrugs und Erschleichens von Leistungen vor dem Unnaer Amtsgericht verantworten. Dort räumte er die Vorwürfe ein. Sein Verfahren wurde letztlich mit der Auflage, 600 Euro an die Arbeitsagentur zu zahlen, vorläufig eingestellt. 

Allerdings überwies der 21-Jährige nur die Hälfte des Betrags. Danach herrschte Ebbe in seiner Kasse, da er erneut ohne Job dastand. Sichtlich nervös erschien er nun vor Gericht – in Begleitung seiner Mutter und mit einem Dokument in der Hand. Bei Letzterem handelte es sich um einen Kontoauszug, der belegte, dass die fehlenden 300 Euro Ende Januar überwiesen wurden. 

Die Jugendrichterin entschied unter den Umständen, bei der Arbeitsagentur nachzufragen, ob das Geld dort auch tatsächlich einging. Sollte das der Fall sein, wird das Verfahren doch noch eingestellt – und dann endgültig.

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