Abschluss Ende November

Neue Toilettenanlage am Zechenturm in Bönen nimmt Form an

Toilettenhaus Zechenturm Bönen
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Das neue Toilettenhaus am Zechenturm befindet sich derzeit im Rohbau.

Bei Veranstaltungen am Zechenturm in Bönen war in der Vergangenheit häufiger Warten vor den Toiletten angesagt. Das soll bald der Vergangenheit angehören.

Bönen - Ein bisschen Geduld mussten die Besucher manchmal schon mitbringen, wenn sie mal mussten. Die Toilettenkapazitäten waren bislang nämlich schnell erschöpft, wenn im Förderturm groß gefeiert wurde. Besonders für die Frauen bedeutete das: in der Schlange vor dem WC anstellen. Das wird demnächst anders. Zurzeit wird neben dem Industriedenkmal eine neue Toilettenanlage gebaut, die den provisorischen Sanitärwagen ablöst.

Gerade sind die Maurer noch damit beschäftigt, den Rohbau fertigzustellen, wie Peter Baumgart von der Bürgerstiftung berichtet. Demnächst kann dann die Betondecke erstellt werden. „Der Bau schreitet zügig voran“, so Baumgart. Wichtig war den Verantwortlichen, dass das neue Toilettenhaus sich optisch harmonisch an den Industriebau anfügt. „Also kein Satteldach, sondern eine kubische Form mit einer Attika mit glatter, gerader Kante“, beschreibt Baumgart.

Sechs Kabinen für Frauen, vier für Männer

Das Gebäude wird verputzt, die graue Farbe vom Turm übernommen. Als Architekt achtet Baumgart naturgemäß besonders auf diese Details, doch auch für alle anderen Besucher soll der Anbau nicht neben dem Bönener Wahrzeichen herausstechen. „Wichtig war uns, dass er nicht über die Fassade herausragt“, sagt Baumgart. Dennoch misst das künftige Toilettenhaus zwölf mal acht Meter und bietet den weiblichen Gästen später sechs Kabinen, den männlichen vier Kabinen und sieben Urinale. Zudem ist ein Lagerraum geplant. Eine Behindertentoilette ist nicht angedacht, die gibt es schließlich bereits im Turminneren.

Ansprechend soll die Anlage natürlich werden, auf Spielereien verzichten die Bauherren von der Bürgerstiftung allerdings gänzlich – schon mit Blick auf die Kosten. „Der Bau wird auf jeden Fall teurer als geplant“, sagt Peter Baumgart. Eine genaue Summe möchte er momentan noch nicht nennen, zumal noch einige Gewerke ausstehen.

Weitere Spenden erwünscht

„Unser Problem ist, dass wir kaum Handwerker bekommen. Anfangs war unsere Maxime, ausschließlich Bönener Betriebe zu beauftragen, doch die Angebote, die wir von ihnen bekommen haben, haben einfach nicht gepasst. Und wenn wir jetzt zehn Angebote einholen wollen, bekommen wir vielleicht zwei zurück, und die sind unglaublich teuer.“ Gespart wird zum Beispiel an der Heizungsanlage. Statt eine neue einzubauen, wird die des Turmes erweitert. Sie soll den Neubau mitversorgen.

Geplant und koordiniert wird der Bau von dem Bönener Architekten Jens Eisenhardt. „Er kümmert sich sehr und bleibt immer dran“, ist Peter Baumgart davon überzeugt, dass der Fachmann dafür sorgt, dass die geplante Bauzeit eingehalten wird. Voraussichtlich Ende November soll das neue Toilettenhaus fertig sein.

Wer den Bau der Toilettenanlage unterstützen möchte, kann auf das Konto der Bürgerstiftung Bönen bei der Sparkasse Bergkamen-Bönen spenden, IBAN: DE 31 4105 1845 0001 0377 04.

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