UKBS und Hegemann bauen neue Kitas in Bönen

Neue Kitas in den Startlöchern

Zeichen des Aufbruchs auf dem bisherigen Bolzplatz am Borgholz. Der Kita-Bau steht bevor.
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Zeichen des Aufbruchs auf dem bisherigen Bolzplatz am Borgholz. Der Kita-Bau steht bevor.

Gute Nachrichten für Bönens Familien mit kleinen Kindern und die Eltern von morgen: Es geht voran mit den geplanten Kindergarten-Bauten. Für die Borgholz-Kita sind die sprichwörtlichen ersten Pflöcke tatsächlich schon eingeschlagen. Die UKBS hat die ersehnte Genehmigung vom Kreis erhalten und trifft Bauvorbereitungen für die Vier-Gruppen-Kita in Regie der Awo. Die Hegemann gGmbH hat das Okay der Baubehörde für die gleichfalls vierzügige Einrichtung an der Poststraße so gut wie in den Händen.

Diese optimistische Einschätzung gab Robert Eisler, Fachbereichsleiter Bauen und Planen im Bönener Rathaus, jedenfalls am Donnerstagabend, als er im Planungs- und Bauausschuss nach dem Sachstand gefragt wurde.

Die Gemeinde hat hier nicht alle Fäden in der Hand. Sie stellte am Borgholz mit einem Teil des Spielplatzes Ecke Anne-Frank-/Geschwister-Scholl-Straße das Grundstück zur Verfügung. Bauherrin und Investorin mit 2,3 Millionen Euro ist die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS), das Kreis-Jugendamt die entscheidende Instanz und die Arbeiterwohlfahrt die auf diesem Wege beauftragte Trägerin.

Trotz klarer Weichenstellungen hatte sich der Vollzug in diesem Kräfteparallelogramm hingezogen und zu politischen Scharmützeln im Wahlkampf geführt. Jetzt soll’s aber wirklich losgehen mit dem Entwurf der Architekten Weiss, Wessel, Kirchner (Lünen) und dies auch öffentlichkeitswirksam dokumentiert werden. Wie der UKBS-Architekt und Prokurist Martin Kolander mitteilte, ist ein Corona-gerechter erster Spatenstich geplant, aber noch nicht terminiert.

Ein Jahr Bauzeit, aber kein Zeitdruck

Ein Jahr Bauzeit ist überschlägig dafür angesetzt, in der Siedlung den zweigeschossigen Massivbau zu errichten. Mit einer Kombination von Klinker- und Putzflächen setzen die Planer Akzente in der äußeren Gestaltung. Der Gemeinde war wichtig, die Kita wegen des Verkehrsaufkommens zu den Bring- und Holzeiten möglichst verträglich an die Wohnstraßen anzubinden, hob Eisler im WA-Gespräch noch einmal hervor.

„Wir schaffen mit einer Einbahnstraße auf dem Gelände eine Zone, in der die Kinder abgesetzt werden können, ohne dass der übrigen Verkehr beeinträchtigt wird“, sagte Eisler. Zudem seien 14 Stellplätze auf der Anlage geplant.

Die Fertigstellung ist nicht auf den Start des Kindergartenjahres jeweils am 1. August ausgerichtet. Da hier ein Umzug ansteht, und nicht fehlende Plätze pünktlich geschaffen werden, geraten Familien, Jugendamt und in der Folge die Gemeinde nicht so unter Druck. Die Awo betreibt in einer Container-Anlage an der Poststraße übergangsweise schon die Einrichtung, die in einem Jahr – wenn alles klappt – am Borgholz einziehen soll.

Für neue Kita wird noch ein geeigneter Standort gesucht

Mit Containern für den Übergang von geplanten zwei Jahren wird gleich nebenan in der Poststraße das Unternehmen Hegemann als erster privatwirtschaftlicher Träger eine Kinderbetreuung einrichten. Die 75 Plätzen sollen auf Dauer an anderer Stelle in der Gemeinde angesiedelt werden. „Wir sind noch einmal in der Überlegung, wo ein geeigneter Standort wäre“, sagte Eisler. Die zuletzt in betracht gezogene Hundewiese daneben sei „auch eine Option“, aber noch nicht endgültig fix.

Das umzäunte Freilaufareal wird zum Teil benötigt, wenn am Standort des gerade abgerissenen Ausweich-Rathaus Hegemanns Übergangskita entsteht. Auch das kam im Ausschuss noch einmal auf. „Es wird aber genug übrig bleiben, um sie weiterhin zu nutzen“, versicherte der Fachbereichsleiter da. Nur müssten sich die Hundehalter langfristig neu orientieren. Das Gelände ist schließlich Teil der Baulandplanung, die dort mit Geld als dem NRW-Projekt „Wohnen an der Schiene“ aufgelegt wird.

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