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Gebühren für Biomüll-Entsorgung steigen um 16,6 Prozent

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Von: Kira Presch

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Müllwerker mit Biomülltonne
Für die Leerung der Biomülltonnen müssen Bönener ab kommendem Jahr deutlich mehr bezahlen. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Auf der Agenda in der nächsten Ratssitzung am Donnerstag steht auch die Verabschiedung der neuen Gebührensatzung für die Abfallbeseitigung in der Gemeinde. Darin werden auch die einzelnen Abfallbeseitigungsgebühren für 2022 festgesetzt. Das Positive zuerst: Die Kosten für die Hausmüllabfuhr verringern sich 2022 gegenüber dem Vorjahr um 1,79 Prozent.

Bönen – Eine 60-Liter-Tonne Restmüll kostet dann bei vierwöchentlicher Leerung 79,20 Euro (158,40 Euro bei 14-tägiger Leerung). Im aktuellen Jahr mussten noch 1,44 Euro (2,88 Euro bei 14-tägiger Leerung) mehr bezahlt werden. Für 80-Liter-Gefäße wird eine Jahresgebühr in Höhe von 105,60 Euro fällig (14-tägig 211,20 Euro). 120 Liter schlagen bei monatlicher Leerung entsprechend mit 158,40 Euro zu Buche (14-tägig 316,80 Euro).

Mit 240-Liter-Gefäßen und 1100-Liter-Gefäßen, die in der Gemeinde ebenfalls, allerdings in geringerer Zahl genutzt werden, geht die Gemeinde von 6392 Restmülltonnen aus mit einem Gesamtvolumen 15,5 Millionen Litern Restmüll, die 2022 entsorgt werden müssen. Das verursacht Kosten in Höhe von 10 Cent pro Liter, also insgesamt 1,5 Millionen Euro, die auf den Bürger umgelegt werden.

Zusätzliche Abfallsäcke für 3,10 Euro

Zusätzliche Abfallsäcke mit einem Volumen von 70 Litern, die erworben werden können, wenn die Restmülltonne mal nicht ausreicht, kosten im kommenden Jahr 3,10 statt 3 Euro. Für 2021 kalkulierte die Gemeinde einen Bedarf von 3500 zusätzlichen Müllsäcken, für 2022 geht die Verwaltung von 3000 Säcken aus. Die umzulegenden Kosten sinken insgesamt von 10 287 auf 9079 Euro im Jahr 2022.

Steigende Kreisabfallgebühren, steigende Biomüllmengen

Die Abfuhr des Biomülls wird im kommenden Jahr dagegen um 16,6 Prozent teurer. Für eine 60-Liter-Tonne zahlen die Bürger dann 52,32 Euro gegenüber 44,88 Euro im laufenden Jahr. Die 120-Liter-Tonne wird 2022 entsprechend mit 104,64 Euro berechnet. Die Leerung erfolgt generell 14-tägig. Insgesamt geht die Verwaltung in ihrer Rechnung von 3836 Biotonnen aus, die auf Gemeindegebiet geleert werden. Mussten 2021 Kosten in Höhe von 182 656 Euro bei einem Gesamtvolumen von 6,3 Millionen Litern Biomüll auf den Bürger umgelegt werden, werden es 2022 275 023 Euro sein bei einem gestiegenen Volumen von 8,2 Millionen Litern.

Die Verwaltung macht vor allem höhere Entsorgungskosten bei den Kreisabfallgebühren und höhere Kosten für den Transport für höhere Gebühren verantwortlich. Während sich beim Restmüll eine höhere Vergütung von Altpapier und ein gebührenmindernder Auflösungsbetrag positiv auf die Gebühren auswirken, führen beim Biomüll die Mengenerhöhung und ein geringerer Auflösungsbetrag zu einem starken Anstieg der Gebühren.

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