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Früh übt sich, wer mal ein Retter werden will: Kinderfeuerwehr Bönen nimmt „Dienst“ auf

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Von: Carola Schiller

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24 Kinder bekamen am Sonntag ihr Feuerwehr-Outfit. Mehr Plätze für die Kinderfeuerwehr stehen nicht zur Verfügung, das Interesse war weit größer.
24 Kinder bekamen am Sonntag ihr Feuerwehr-Outfit. Mehr Plätze für die Kinderfeuerwehr stehen nicht zur Verfügung, das Interesse war weit größer. © Schiller

Mit einem spielerischen Angebot für die Jüngsten geht die Freiwillige Feuerwehr Bönen die Sicherung der Nachwuchskräfte noch langfristiger an.

Bönen – 24 Kinder zwischen sechs und neun Jahren starteten jetzt mit dem neuen Programm der Kinderfeuerwehr Bönen. Neun Betreuer stehen ihnen dabei zur Seite, wenn sie sich alle zwei Wochen bei der Feuerwehr in Nordbögge treffen, um gemeinsam spielerisch die Arbeit der Feuerwehr kennenzulernen.

Basteln, Teamarbeit, Spaß

Dazu gehören unter anderem das richtige Verhalten in einer Gefahrensituation, Kenntnisse über Feuer und wie es sich verhalten kann, wie Erste Hilfe funktioniert. Doch das soll nicht alles sein. „Wir basteln auch und dabei sollen Spaß und die Teamarbeit im Vordergrund stehen“, machte Sabine Rudolf deutlich, die bei der Ausbildung der Nachwuchskräfte von morgen federführend ist.

Bedeutung der Freiwilligen betont

Ein Engagement, für das ihr nicht nur Wehrleiter Stefan Eickelberg ausdrücklich dankte. Auch Ortsvorsteherin Doris Cyplik und der stellvertretende Bürgermeister Torsten Goetz fanden dankende Worte und machten deutlich, wie wichtig die Feuerwehr für den Ort sei. „Der Erhalt der Feuerwehr ist oberstes Ziel“, machte Cyplik deutlich und überreichte im Kuvert eine Spende der Dorffreunde an Sabine Rudolf.

Viel mehr Anmeldungen als Plätze

Auch wenn die Nachwuchssorgen auch die Feuerwehr betreffen, wie Eickelberg deutlich machte, so konnte sich Sabine Rudolf über mangelndes Interesse bei den Anmeldungen für die Kinderfeuerwehr nicht beklagen. „Dreimal mehr Kinder haben sich angemeldet, als wir Plätze hatten“. Deshalb habe das Los entscheiden müssen. Die anderen Kinder stehen nun auf einer Warteliste.

Weste als Erkennungszeichen

Die 24 Glückspilze bekamen am Sonntag ihre Kinderfeuerwehrweste überreicht und konnten auf dem Hof der Feuerwehr an kleinen Wettkämpfen teilnehmen. Hier war Teamwork ein wichtiger Faktor, denn manche Herausforderungen ließen sich nur gemeinsam lösen. Deshalb traten die Kinder auch in Gruppen an. So bugsierten sie einen Luftballon durch einen Parcours, ohne die Hände zu benutzen, bauten aus Haushaltsmitteln einen Vulkan, konstruierten einen Feuerlöscher aus Luftballons und Papprollen, der ohne Wasser funktioniert, halfen bei einem gespielten Treckerunfall und löschten schließlich noch einen kleinen Brand.

Erster Dienstplan übergeben

Zum feierlichen Ende wurde dann der erste Dienstplan für alle Kinder ausgegeben, die an diesem Tag einander kennenlernten und sich mit den Übungsleitern vertrauter machen konnten. Eltern, Großeltern und Freunde konnten es sich derweil bei Getränken und Kuchen in der kühlen Halle gemütlich machen.

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