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Nach Hausdurchsuchung: Bönener Pflegedienst Cakir gibt Stellungnahme ab

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Von: Kira Presch

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Nordbögger Straße Cakir
Ein Großaufgebot an Fahrzeugen stoppte am Dienstag an der Nordbögger Straße vor dem Firmensitz des Pflegedienstes Cakir. Zahlreiche Beamte von Polizei und Zoll stellten Firmenunterlagen sicher. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Nachdem Beamte von Zoll und Polizei am Dienstag kistenweise Firmenunterlagen im Gebäude des Bönener Pflegedienstes Cakir sicherstellten, meldet sich jetzt das Unternehmen auf Anfrage des WA mit einer schriftlichen Stellungnahme zu Wort.

Bönen – Zahlreiche Fahrzeuge stoppten am Dienstag vor dem Firmensitz des Pflegezentrums Cakir an der Nordbögger Straße. In einer groß angelegten gemeinsamen Aktion von Staatsanwaltschaft, Polizei und Zoll stellten Beamte in den Firmenräumen Akten sicher.

Während der Pflegedienst am Dienstag keine Stellungnahme abgeben wollte, äußerte sich das Unternehmen heute auf Anfrage des WA schriftlich zu den Vorgängen: „Im Rahmen der üblichen Steuerprüfung wurde in unserem Unternehmen am 13. Juli 2021 eine Durchsuchung durchgeführt. Dabei haben die durchführenden Behörden besonderen Wert darauf gelegt, dass der Geschäftsbetrieb nicht gestört und uneingeschränkt sowie ordnungsgemäß weitergeführt wird.“

Patienten werden weiter versorgt

Durch die Aktion sei der Pflegebetrieb nicht beeinträchtigt. „Es besteht kein Grund zur Besorgnis. Unsere Patienten werden auch weiterhin – wie bereits in der Vergangenheit – bestens versorgt. Gleiches gilt natürlich auch für unsere Mitarbeiter.“

Das Unternehmen, das seit Jahren in der Gemeinde ansässig ist und einige hundert Mitarbeiter auch an anderen Standorten in NRW beschäftigt, hat sich auf die außerklinische Intensivpflege insbesondere von Kindern spezialisiert, bietet aber auch ambulante Pflege an. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Dortmund bestätigte, wurde ein weiterer Standort des Pflegedienstes durchsucht und Unterlagen sichergestellt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird wegen Betrugsverdachts gegen das Unternehmen ermittelt. Die Auswertung der umfangreichen Unterlagen werde einige Monate dauern.

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