Nach GWA-Großbrand: Nordbögger sorgen sich um Obst und Gemüse

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Anwohner machen sich Sorgen wegen der Ruß-Niederschläge nach dem Großbrand.

Bönen - „Können wir Obst und Gemüse aus unserem Garten ohne Bedenken verzehren?“ Diese Frage stellten in den vergangenen Tagen viele Einwohner in Nordbögge, weil die dichte Rauchwolke vom Großbrand im Gewerbegebiet bei Ostwind vor allem über den Ortsteil hinweggezogen war und rußige Niederschläge sowie zusammengeschmolzene Kunststoffstücke hinterlassen hatte.

Deshalb wendeten sich besorgte Nordbögger an die Bezirksregierung Arnsberg und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Recklinghausen. Die Behörden reagierten prompt und schickten ein Sondereinsatz-Team am Donnerstagabend nach Bönen.

Einsatzleiter Dr. Ulrich Quass und seine Mitarbeiter machten sich also in den Gärten an der Böingholzstraße und der Bönener Straße auf Spurensuche. Sie nahmen auf glatten Flächen Wischproben mit Tüchern, die nun ebenso im Labor auf Schadstoffe wie PCB untersucht werden wie die Salatblätter, die sie ebenfalls mit zu ihrer Dienststelle in Essen nahmen.

Erste Ergebnisse Mitte nächster Woche erwartet

Die Experten des Landesamtes baten die Anwohner, die sich teilweise auf der Straße versammelt hatten, um etwas Geduld. Sie empfahlen ihnen, auf den Verzehr von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten zu verzichten, bis die Ergebnisse der verschiedenen Untersuchungen vorliegen. Die ersten sollen Mitte nächster Woche abgefragt werden können, der Rest Anfang der darauffolgenden Woche. Das ließ ein LANUV-Sprecher gestern auf Anfrage wissen.

Luftbilder vom verheerenden Brand in Bönen

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