Zum Großteil geimpft

Bei der Feuerwehr Bönen warten nur noch wenige Kräfte auf den Corona-Schutz

2400 Mitglieder haben die Feuerwehren im Kreis Unna. Zwischen 50 und 60 Prozent sind bereits geimpft worden. Bei der Bönener Feuerwehr ist der Anteil deutlich höher.
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2400 Mitglieder haben die Feuerwehren im Kreis Unna. Zwischen 50 und 60 Prozent sind bereits geimpft worden. Bei der Bönener Feuerwehr ist der Anteil deutlich höher.

Bönen – Die Freiwillige Feuerwehr Bönen ist von Haus aus eine schnelle Truppe. Aber was den allmählichen Schutz vor der Corona-Pandemie betrifft, sind die gut 120 Aktiven schneller mit der ersten von zwei Impfen versorgt, als mancher von den ehrenamtlichen Rettern in der Nachbarschaft. „Wir haben vielleicht noch eine Handvoll Leute, die keine erste Spritze erhalten haben“, berichtete Feuerwehrsprecher Timo Rinkewitz auf Anfrage.

Glückliche Umstände und eine erkleckliche Zahl von „Resten“ bei den Impfaktionen für das Personal der Grundschulen und Kitas in der Turnhalle der Goethe-Schule haben den Kameraden einen Schutz beschert, den andere Feuerwehreinheiten in dieser Breite noch schmerzlich vermissen. Was bei den besagten Terminen an Vakzin-Dosen nicht verabreicht werden konnte, wurde kurzerhand wichtigen Empfängerkreisen wie der Feuerwehr angeboten.

Für Fachbereichsleiter Jörg-Andreas Otte ist das kaum der Rede wert. Seine Abteilung hat die Impfaktion organisiert. „Aber die Entscheidung, wer die Restdosen erhält, trifft ja der Impfarzt“, sagte er. Da war es wohl hilfreich, dass die Gemeinde auf ihre Reserveliste die freiwilligen Retter gesetzt hatte.

„Allein beim ersten Durchgang konnten um die 60 Leute von uns eine Spritze erhalten“, schildert Rinkewitz, was sich nach einem ersten Befreiungsschlag anhört. Beim Folgetermin seien weitere Kameraden zum Zuge gekommen. Der Zuruf erfolgte kurzfristig. Aber die Mannschaft ist es ja gewohnt, alles stehen und liegen zu lassen, um loszueilen, wenn der Melder anschlägt. Zudem seien einige in den Reihen der Retter von Berufs wegen geimpft.

Weiterhin auf Nummer sicher gehen

Der Alltag unterliegt gleichwohl weiter den Beschränkungen. „Den richtigen Schutz durch die zweite Impfe haben wir erst ab 16. Juni. Und danach wollen wir weiter auf Nummer sicher gehen“, so der Sprecher. „Wir werden die Hygienebestimmungen aufrechterhalten, weil man trotz Impfe keine absolute Garantie hat“.

Einen ersten Lichtblick nach Dienstabenden mit Ausbildung via Videokonferenz am Bildschirm bot kürzlich ein Grundlehrgang, der Dank vorherigem Bürgertest durch die Kameraden beim Roten Kreuz „in echt“ stattfinden konnte. Nur wird die Maske noch beträchtliche Zeit zur persönlichen Ausrüstung aller Retter gehören.

Wie gut Bönens Feuerwehr dasteht, zeigt ein Blick in den Kreis Unna: Nach Schätzungen von Kreis-Sprecher Volker Meier liegt die Versorgungsquote bei den rund 2400 Angehörigen der hiesigen Feuerwehren bei 50 bis 60 Prozent. Während der Rettungsdienst schon durchgeimpft sei, warteten aber auch noch Polizeikräfte auf den erhofften Immunschutz. Diesen werde „in Kürze“ ein Impftermin im Impfzentrum des Kreises in Unna angeboten. Um wie viele Beamte es geht, sei noch nicht erfasst, sagte Meier am Dienstag.

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