Nach dem großen Unwetter

Bei den Versicherungen stehen die Telefone nicht mehr still

Frau kippt Wassereimer vor Haus aus
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Erst wurde das Wasser aus den Kellern entfernt, jetzt bekommen die Versicherungen die Schadensmeldungen auf den Tisch. Wie hoch der Gesamtschaden allein in Bönen ist, den das Unwetter angerichtet hat, dürfte in die Millionen gehen.

Bei den Bönener Versicherungsbüros war am Tag nach dem Extremwetter die Hölle los. Die Telefone standen in allen Agenturen nicht mehr still. Denn nach dem Leerpumpen der Keller folgten die Schadensmeldungen. Ohne Elementarversicherung geht allerdings nichts.

Bönen – „Es ist der Hammer! Seit 17 Uhr am Mittwoch, als die Keller in der Gemeinde reihenweise voll liefen, riefen Kunden an, um ihre Schäden zu melden“, berichtet Andreas Eickelberg, der die LVM Versicherung vertritt. Seitdem waren bis Donnerstagmittag bereits über 100 Schadensmeldungen eingegangen. Und ein Ende war noch lange nicht in Sicht.

„Wir versuchen, das so schnell wie möglich zu bearbeiten, aber etwas Geduld müssen die Betroffenen mitbringen.“ In vielen Fällen müsse ein Gutachter rauskommen und sich die Schäden vor Ort anschauen. Das könne nur nach und nach abgearbeitet werden.

Geduld gefragt, bis Gutachter alles abarbeiten können

Auch bei seinem Kollegen von der Provinzial Versicherung, Hans-Jürgen Dannapfel, sind die Telefone völlig überlastet. Rund 250 Schadensmeldungen gingen bis Donnerstagnachmittag bei ihm ein. „Wer telefonisch nicht durchkommt, der kann seinen Schaden per E-Mail melden. Wir arbeiten das so schnell wie möglich ab.“

Bis ein Gutachter den Schaden in Augenschein nehmen kann, sollten Kunden Schäden selbst dokumentieren. Die Keller müssten ja leer geräumt werden. „Viele Kunden schöpfen heute immer noch die Keller leer“, berichtete Dannapfel, nachdem er erste Schadensfälle in Augenschein genommen hatte.

Nur mit einer Elementarversicherung sind Schäden abgedeckt

Wichtig sei jetzt ein Blick in die Versicherungspolice, raten beide Versicherungsexperten. „Nur wer eine zusätzliche Versicherung gegen Elementarschäden abgeschlossen hat, ist gegen Schäden durch Naturereignisse wie Starkregen, Hochwasser oder Sturm abgesichert“, betont Eickelberg. „Was viele nicht wissen: Um sämtliche Schäden abzudecken, muss sowohl die Hausrat- als auch die Wohngebäudeversicherung einen Schutz gegen Elementarschäden einschließen. Dann seien sowohl Inventar als auch die Bausubstanz versichert. Das Wetter wird immer extremer und verursacht immer höhere Schäden.“

Nach den jüngsten Extremwetterereignissen haben die Versicherungsagenten zahlreiche Anträge für Elementarversicherungen auf dem Tisch. Die treten allerdings erst 14 Tage nach Abschluss in Kraft. Bis dahin sollte es also besser trocken bleiben.

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