Münzabgabe bleibt in Bönen kostenlos

BÖNEN - Bisher war es kostenlos, den Inhalt seines Sparschweins zu den Bönener Geldinstituten zu tragen. Die Münzen wurden gezählt und bar ausgehändigt oder eingezahlt. Seit Jahresbeginn sorgt eine verschärfte EU-Richtlinie zur Annahme von Münzgeld für höhere Kosten.

Denn Banken sind nun verpflichtet, jede Münze zu prüfen, die sie entgegennehmen.

Sowohl Sparkasse als auch Volksbank Bönen versichern: Es wird sich nichts ändern. Kunden können ihren Sparstrumpf immer noch gebührenfrei zählen lassen.

Das ist nicht überall so. Einige Banken im Ruhrgebiet erheben bereits Gebühren für diesen Service. Denn die EU schreibt seit dem Jahreswechsel vor, dass jede einzelne Münze, die angenommen wird, überprüft werden muss auf Echtheit und auf Umlauffähigkeit. „Das ist aufwändig und kostet Geld“, bestätigt Jürgen Müller, Vorstand der Volksbank Bönen. „Bisher mussten nur Banknoten kontrolliert werden. Inzwischen muss jede Münze auf Echtheit und Umlauffähigkeit überprüft werden.“

Dass Münzen gefälscht werden, komme allerdings selten vor, so Müller. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland gerade einmal 52 000 nachgemachte Münzen aus dem Verkehr gezogen – überwiegend Zwei-Euro-Stücke. Öfter gehe es darum, die Umlauffähigkeit zu prüfen.

Wenn eine Münze beschädigt ist, dann könnte sie Automaten blockieren und muss aussortiert werden. „Wir sammeln das Münzgeld in unseren Filialen. Zwei volle 20-Kilo-Kisten Hartgeld kommen da jeden Tag schon zusammen“, so der Vorstandssekretär der Sparkasse Bergkamen-Bönen, Volker Weirich. „Dann wird es von einem externen Dienstleister abtransportiert, gezählt und geprüft.“ Das verursache natürlich mehr Kosten. Aber die wolle man bisher nicht an die privaten Kunden weitergeben. Geschäftskunden zahlen für den Wechselgeldservice schon immer einen Obolus.

Anders verfährt die Volksbank: „Wir machen das mit zertifizierten Maschinen und geschulten Mitarbeitern im Haus“, berichtet Müller. „Da wir einen hohen Hartgeldumlauf haben, wäre es zu aufwändig, die Münzen von einem Dienstleister abholen und außer Haus prüfen zu lassen.“ Bargeld koste eben auch Geld. - kir

Rubriklistenbild: © dpa

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