Asphalt für mehr Flow: Pumptrack soll saniert werden

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Auf der Strecke am Zechenturm bilden sich immer wieder Pfützen. Nun wird über eine Asphaltierung nachgedacht.

Bönen – Der „Flow“ ist fort. Die Mountainbike-Anlage am Zechenturm benötigt eine Sanierung – und stand deshalb auch auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses. Bei Regen sorgen zum Beispiel Pfützen und Matsch (beziehungsweise Vernässung und Wassereinstau wie es in der Beschlussvorlage der Verwaltung heißt) dafür, dass Teile des „Pumptracks“ nicht befahrbar sind.

Dazu reduziert eine schlechte Streckenführung des Pumptracks auch bei optimalem Wetter den Spaß. Eine Komplettsanierung ist nun im Gespräch. Die Radien, die Höhe und Anordnung der Hindernisse und Wellen sind falsch gesetzt. Auch das in Auftrag gegebene Sportstättenentwicklungskonzept attestierte einen nicht einwandfreien Zustand für die Anlage, obwohl die Begehung bei trockener Witterung stattgefunden hatte.

„Der hintere Teil ist nicht mehr befahrbar“, sagt Jasmin Ruhfaut vom Kinder- und Jugendbüro zum dort vor sich hin wuchernden Pumptrack. Bis zu 25 000 Euro wurden von den Prüfern für eine Sanierung anhand eines Kostenvoranschlags der Firma Turbomatik Bikeparks veranschlagt.

Asphaltierung im Gespräch

Die Verwaltung hält aber eine größere Lösung für nötig. So hat das auf Bikeparks spezialisierte Planungsbüro Maier eine Wannenbildung als grundsätzliches Problem bei der Pfützenbildung ausgemacht. Zwischen den Hügeln könne das Wasser nicht versickern. Früher angelegte Drainagen hatten nur eine geringe Verbesserung gebracht. Maier schlägt nun eine Erhöhung der Pumptrack-Strecke sowie eine Einbringung weiterer Drainagen und einer Schotterschicht vor. Um eine höhere Haltbarkeit gegen Erosion und Ausfahren und ein ständiges Nacharbeiten zu verhindern, würde eine Asphaltierung der Strecke helfen.

Mit kalkulierten 127 000 Euro wäre das etwa doppelt so teuer wie eine Erdbauweise, erspare aber Folgekosten. Die Verwaltung zeigte sich laut Beschlussvorlage von der Langlebigkeit überzeugt. Um Kosten zu sparen soll die Fläche des Pumptracks von aktuell 1270 Quadratmetern auf etwa die Hälfte reduziert werden. Eine zusätzliche Option der Umbauarbeiten wäre die Errichtung einer kleinen Laufradstrecke für Kinder von zwei bis fünf Jahren.

Sportausschuss mit ins Boot holen

Es fehlten allerdings „aussagekräftige Daten zu möglichen Nutzerzahlen“, mit denen der wirtschaftliche Aufwand in Korrelation stehen müsse. Derzeit sei die Zahl der Aktiven – auch aufgrund der Mängel – überschaubar. „Die Strecke ist ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Ruhfaut und verweist auf die nächste offizielle Gelegenheit in Winterberg. Die Verwaltung hatte deshalb vorgeschlagen, dass sich der Ausschuss für Bauen Planen Umwelt mit dem für Familie Sport Kultur weiter beraten soll. Im Anschluss soll das Thema im Haushaltjahr 2021 angegangen werden, weil im aktuellen Etat keine Mittel zur Verfügung stehen.

Säuberungsaktion mit dem Go in

Bevor die große Sanierung allerdings kommt, legen die Aktiven beim Ferienspaß selbst Hand an, um zumindest den vorderen Teil der Strecke wieder auf ein ordentliches Niveau zu bringen. Am 29. und 30. Juli soll das Dirtbike-Areal in Form gebracht werden. Die Bauaktion diene dazu, die Jugendlichen anzuleiten, dass sie selber Verbesserungen vornehmen können, erklärt Jasmin Ruhfaut. So soll zum Beispiel Unkraut entfernt oder Fahrrillen beseitigt werden, damit die Räder wieder richtig rollen. „Eigentlich machen wir das immer Anfang der Ferien, aber in diesem Jahr ist alles anders“, spricht Ruhfaut von einer coronabedingten Verspätung.

Kontakt

Wer Fragen zu der Go-in- Aktion hat, meldet sich unter der Rufnummer 92 00 11.

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