Beteiligte einigen sich auf Maßnahmen für den Alleenradweg in Lenningsen

Pflastersteine und Schilder sollen Radfahrer bremsen

Am Alleenradweg in Lenningsen einigten sich die Beteiligten mit Jürgen Busch vom Kreis Unna (rechts) auf geeignete Maßnahmen.
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Vor Ort einigten sich die Beteiligten mit Jürgen Busch vom Kreis Unna (rechts) schnell auf geeignete Maßnahmen.

Bönen -  Eine Verengung des Alleenradweges am Alten Bahnhof Lenningsen, eine S-Kurve, wird es ebenso wenig geben wie den Zwang für Radler, abzusteigen, um eine Sperre passieren zu können. Bis zum Saisonstart im Frühjahr sollen zum einen drei aufgepflasterte Bremsbereiche sowie eine Beschilderung die Situation am Spielplatz entschärfen. 

Dieses Ergebnis brachte eine konstruktive Diskussion, zu der die beiden CDU-Politiker Tilman Rademacher und Claudia Gebhard am Freitagnachmittag geladen hatten. Unter den 20 Teilnehmern war auch Alexandra Zoldan. Die Mutter berichtete über eine Situation im September, als ein Liegeradfahrer mit hoher Geschwindigkeit beinahe ihren Sohn auf dem Weg zum Spielplatz umgefahren hätte. Sie hatte sich daraufhin an Rademacher gewandt.

Mit dabei war auch Jürgen Busch, der als Sachgebietsleiter Tiefbau und Unterhaltung des Kreises den Radweg und die verkehrliche Situation verantwortet. Als Interessenvertretung der Radfahrer waren die ADFC-Vertreter Udo Dramm und Norbert Henze vor Ort.

Das Problem rücksichtsloser Zeitgenossen, ob Rennradler oder Pedelecs auf der einen oder Hundebesitzer und Spaziergänger auf der anderen Seite, ist seit Langem bekannt. Umso erstaunlicher war der rasche Konsens. Henze brachte gleich eine versetzte Sperre wie am Zechenturm ins Spiel. Die lehnte Busch als für Radwege nicht vorgesehen ab. Eine Ausschilderung mit Hinweis auf den Spielplatz allein sei allerdings auch wenig hilfreich: „Schilder sind geduldig“, sagte der Mann vom Kreis.

Der direkte Spielplatz-Ausgang soll geschlossen werden

SPD-Mann Jörg Grünewald schlug vor, den Asphalt in Hammer und Unnaer Richtung aufzubrechen. Die Stellen sollten erhöht gepflastert werden, als eine Art Bumper, um ein Abbremsen der Radler zu erzwingen. Eine Idee, die bei farbiger Ausgestaltung (rotes Pflaster) mit einer zusätzlichen Beschleunigungsbremse auf Höhe des Zuweges vom Birkenweg, bei allen Anklang fand. Busch schlug zudem vor, den direkten Ausgang des Spielplatzes zum Radweg zu schließen, um Kinder abzuhalten, sofort auf den Radweg zu rennen. Im Westen, parallel zur Strecke, gibt es ein weiteres Tor. Der kurzfristigen Umsetzung dieser Maßnahmen stehe die coronabedingte Personalknappheit im Kreis-Bauamt entgegen, außerdem müsse die Maßnahme „klein ausgeschrieben“ werden, so Busch. Er denke, dass die Maßnahme trotzdem bis zum Frühjahr erledigt werden könne.

 Die Poller an den Querungen des Radwegs mit der Fröndenberger Straße und dem Gnadenweg sollen auch wieder installiert werden, um den fehlgeleiteten Kfz-Verkehr zu verhindern. Der Grund des Rückbaus war zum einen die Verkehrssicherheit. Gleich nach der Eröffnung waren Radler dagegen gefahren und verunglückt. Zum anderen ist der Allenradweg ein Themenradweg, ließ Busch durchblicken. Die werden vom inzwischen Regionalverband Ruhr klassifiziert. Ein Poller als Hindernis für den Radler gebe Punktabzug in der Bewertung als Premiumradweg.   

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