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Neue Kita nimmt Betrieb in Containerbau auf

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Von: Sabine Pinger

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Bei ersten gemeinsamen Spielen lernen sich die Kleinen am Eröffnungstag der Spielbande in Bönen kennen.
Die neue SPI-Einrichtung startet mit 20 Kindern in Bönen. In ein paar Wochen soll die Spielbande auf 75 Mädchen und Jungen angewachsen sein. © Robert Szkudlarek

Luftballons und der Duft von frischgebackenen Waffeln begrüßten die Gäste Von den Kindern war hingegen am Montagnachmittag noch nicht viel zu hören. Schließlich war es für die Kleinen aber auch der allererste Tag in der Kita, da war vorsichtiges Erkunden angesagt. Ab sofort dürfen sie den Containerbau an der Poststraße jedoch für sich erobern. Die „Spielbande“ der Sozialpädagogischen Initiative (SPI) Unna hat jetzt dort den Betrieb aufgenommen.

Mit 20 Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis sechs Jahren starten Kita-Leiterin Vanessa Sommarino und ihre acht Kollegen. In den kommenden Wochen sollen sowohl mehr Kinder als weitere Mitarbeiter hinzukommen. 75 Mädchen und Jungen werden künftig in vier Gruppen von einem insgesamt 15-köpfigen Team betreut. Es ist die zwölfte Kita in der Gemeinde, und der Bedarf ist weiterhin groß. „Wir haben noch vier freie U2-Plätze. Ansonsten gibt es eine Warteliste, und das Anmeldeverfahren beginnt ebenfalls bald“, sagt Vanessa Sommarino.

Damit möglichst alle kleinen Bönener schnell einen Platz bekommen, wurden die beiden Container-Kitas an der Poststraße aufgestellt. Der erste „Mieter“, die Awo-Kita Kleine Forscher, hat gerade ihr eigenes Heim an der Geschwister-Scholl-Straße bezogen, die Hegemann-Kita Rappelzappel will in ein paar Jahren aufs Zechengelände ziehen.

Start in leeren Räumen

Auch für die Spielbande sollen die Container nur Übergang sein. „Wir werden in Bönen bleiben, wo genau steht aber noch nicht fest“, so Sommarino. Eine Idee der Verwaltung ist es, auf einem rund 2000 Quadratmeter großes Grundstück an der Zechenstraße eine Einrichtung zu bauen.

Bis das allerdings soweit ist, will es das SPI-Team seinen jungen Besuchern an der Poststraße schön machen. „Noch sind die Räume leer. Wir erwarten nächste Woche 38 Tonnen Möbel“, berichtet die Einrichtungsleiterin. Die Lieferengpässe in vielen Bereichen hat auch die Kita getroffen. Den Kindern ist das erst mal egal. Sie können sich zunächst gegenseitig kennenlernen und dann nach und nach ihre Umgebung erkunden. „Wir wollen mit ihnen möglichst viel nach draußen gehen“, haben sich Vanessa Sommarino und ihre Kollegen vorgenommen.

Die Initiative

Die Sozialpädagogische Initiative Unna wurde 1988 gegründet, um mehr Kinderbetreuungsplätze zu schaffen. Anfang 1989 wurde sie als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Inzwischen betreibt sie drei Kindertageseinrichtungen als Familienzentren in der Kreisstadt. Mit der Kita Spielbande in Bönen geht nun die vierte Kita an den Start. Zudem führt sie die OGS an drei Unnaer Grundschulen und die Übermittagbetreuung am Ernst-Barlach-Gymnasium. Darüber hinaus bietet die SPI Hilfen zur Erziehung, Schulsozialarbeit und Inklusionsbegleitung an.

Weitere Schwerpunkte der Spielbande sollen die Sprachförderung und das situationsorientierte Arbeiten sein. „Ein eigenes Konzept, das auf uns zugeschnitten ist, wollen wir uns noch erarbeiten“, kündigt sie an. Ein Ziel sei es auf jeden Fall, Familienzentrum zu werden.

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