Millionen für Wohnungen und Kitas: Das plant die UKBS im Kreis Unna

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Die UKBS stellte die Bauprojekte für die nächsten beiden Jahre vor. Theodor Rieke, Alexander Krawczyk, Martin Kolander, Matthias Fischer (von links) präsentieren das Leuchtturmprojekt in Kamen.

Bönen/Bergkamen/Kreis Unna – Richtig viel Geld nimmt die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) in den Jahren 2020 und 21 in die Hand. Auch in Bönen und Bergkamen wird gebaut.

64 Millionen Euro wird die UKBS in insgesamt 269 Wohneinheiten, hauptsächlich in der Kreisstadt sowie in zahlreiche Kitas wie die vierzügige Awo-Kita am Borgholz in Bönen oder die Kita an der Berliner Straße in Bergkamen investieren. 

„Für uns ist das ein Riesenpaket“, erklärte UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer. Er stellte gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Theodor Rieke, dem Leiter der Technischen Abteilung, Prokurist und Architekt Martin Kolander sowie dem Prokuristen Alexander Krawczyk die Neubauinitiativen der UKBS gestern vor. 

Kita-Bau hat Priorität

„Es war der Wunsch der Gesellschafter“, so Fischer. Priorität hätte der Bau der Kitas gehabt. Bei denen der Awo in Holzwickede, Unna und Bönen nutzt die UKBS den gleichen Bauplan um die Baukosten so gering als möglich zu halten. Auch für die kommunale Gesellschaft sei die Preissteigerung im Bausektor ein großes Problem. „Wir können die nicht komplett auf die Mieten umlegen und versuchen zum Beispiel durch serielle Bauweise die Kosten zu senken.“ 

Auf diesem Gelände soll am Borgholz in Bönen die neue Kita entstehen.

Das sei zum Beispiel durch die Nutzung von Fertigbauteilen möglich ergänzte Kolander: „Wir kombinieren Holz mit Beton, letzteres bei den mit dem Untergrund in Berührung kommenden Bauteilen.“ 110 der Wohneinheiten werden mit öffentlichen Mitteln gefördert, der Rest werde frei finanziert. Damit gleicht die UKBS die Mindereinnahmen aus, die sich durch die gedeckelte Miete der „Sozialwohnungen“ ergebe. „Auch wir wollen nicht ohne Rendite aus den Projekten gehen“, erklärte Rieke. „Aber wir sind nicht darauf aus, so hohe Renditen erzielen zu wollen wie private Investoren.“ 

30 Wohnungen im Stadtfenster

Die Nachfrage nach Wohnraum im Kreis bleibe trotz der intensiven Neubaumaßnahmen in den kommenden Jahren vor allem hinsichtlich bezahlbaren Wohnraums für Familien und Alleinstehende groß. „Für Unna sind unsere Baumaßnahmen sicherlich eine Erleichterung hinsichtlich des Wohnungsmarktes“, so Rieke. Auf den Kreis bezogen müsse man sehen, welche Auswirkungen die Projekte haben werden. Bönen und vor allem Bergkamen seien nicht außen vor. In Bezug auf Bönen verwies der Aufsichtsratsvorsitzende auf die Einrichtung für betreutes Wohnen an der Bahnhofstraße, in Bergkamen werde das Stadtfenster demnächst bezogen. 

Die 30 Wohneinheiten sind vermietet, die Gewerbefläche auch. In das letzte freie Ladenlokal am Rathausplatz werde ein Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich einziehen. „Aber auch nach 2022 werden wir weiter bauen“, erklärte Fischer, dass die UKBS offen für Wünsche sei. Problem seien allerdings fehlende Grundstücke. Deswegen denke die UKBS an Aufstockung oder Verdichtung. Eine der ersten Bauten an Unnas Danziger Straße wird ergänzt, die Altbauten abgerissen und neu aufgebaut.

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