Juso an der Spitze: Michael Ruhe neuer Vorsitzender der Bönener SPD

+
Die neuen Verantwortlichen bei der Bönener SPD (von links): Silvia Gosewinkel, Ute Brüggenhorst, Ralf Maczkowiak, Michael Ruhe, Olaf Weinmann, Manfred Hawickenbrauck, Norbert-Rüdiger Meyer.

Bönen – Die Bönener SPD hat sich an der Spitze ihres Gemeindeverbandes neu aufgestellt. Rund 40 SPD-Mitglieder waren der Einladung zur Vorstandswahl des Verbandes in der Gaststätte Timmering gefolgt. 

Nach sieben Jahren Vorstandsarbeit hatte der Vorsitzende Martin Engnath zuvor angekündigt, vor allem aus Zeitmangel nicht mehr anzutreten.

Gleich mehrfach während der zweistündigen Sitzung sprachen ihm die SPD-Mitglieder ihren Dank aus, betonten die zum Teil schwierigen Bedingungen der Vergangenheit und garantierten ihm, auch in Zukunft bei Fragen ein wichtiger Ansprechpartner zu bleiben. An seine Stelle tritt Michael Ruhe, Mitglied bei den Jungsozialisten (Jusos) seit 2016. Unterstützt wird er von drei Stellvertretern: Manfred Hawickenbrauck, Ralf Maczkowiak und Olaf Weinmann. 

Drei Jusos im Vorstand

Martin Holz bleibt als Schriftführer im Amt. Zur Stellvertreterin wurde Ute Brüggenhorst gewählt. Kassierer ist Benedikt Meyer, sein Vertreter Norbert-Rüdiger Meyer. Zur Bildungsbeauftragten wählten die Anwesenden Silvia Gosewinkel. 

Mit Michael Ruhe, Silvia Gosewinkel und Benedikt Meyer sind nun drei Vorstandsmitglieder Jusos. Damit setzen die Jungsozialisten ihren Plan um, sich in Zukunft stärker in die Lokalpolitik einbringen zu wollen und die SPD geht einen ähnlichen Weg wie die Bönener CDU. Dort waren im Frühjahr mehrere Mitglieder der Jungen Union in den Parteivorstand gewählt worden. 

Für die Jusos erklärte Michael Ruhe nun, man wolle die älteren Mitglieder nicht ablösen, sondern ihre Arbeit ergänzen. Er halte es für wichtig, von den Erfahrungen zu lernen, aber auch eigene Vorstellungen einzubringen. 

Forderung nach eigenem Kandidaten für Bürgermeisterwahl

Die Sitzungsunterbrechungen während der Auszählungen nutzte Dirk Lampersbach, stellvertretender Vorsitzender der SPD Bönen-Mitte für einen Appell. Er selbst schätze den amtierenden Bürgermeister Stefan Rotering als guten Kämmerer, vermisse aber die Umsetzung der angekündigten Maßnahmen zur Integration. 

Das Sterben der Fußgängerzone sei außerdem fortgeführter Stillstand. Auch die Sportplätze bräuchten Investitionen. Hier streike Rotering aber, wie bei vielen Dingen, sobald es ums Geldausgeben ginge. Lampersbach wünscht sich mit der kommenden Kommunalwahl eine gestaltende SPD-Mehrheit für Bönen. „Wir müssen einen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken“, so sein Aufruf an die SPD-Mitglieder.

Klimawandel als zentrales Thema

Lampersbach kündigte gleich eine Reihe von Veranstaltungen zum Klimawandel an. Am vergangenen Dienstag hatte der Kreis Unna auf Antrag der SPD und mit Zustimmung der Grünen den Klimanotstand beschlossen. Lediglich mit der CDU gebe es immer wieder Diskussionen. 

„Wir müssen Entscheidungen treffen, die wir vor unseren Kindern und Enkelkindern verantworten könnten“, machte Dirk Lampersbach deutlich und betonte, dass die Maßnahmen unter Berücksichtigung sozialer Gerechtigkeit möglich seien. Er wünsche sich eine Klimakonferenz auf Kreisebene mit Beteiligung mehrere NGOs.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare