MCG-Schüler sprechen über Cybermobbing

Kriminalhauptkommisar Bernd Schiwy gab den Gymnasiasten Tipps für den sicheren Umgang mit dem Internet.
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Kriminalhauptkommisar Bernd Schiwy gab den Gymnasiasten Tipps für den sicheren Umgang mit dem Internet.

BÖNEN - Es ist nicht alles lustig, was über die sozialen Netzwerke Whatsapp, Snapchat, Instagram und Co. verbreitet wird. Über das Thema Cybermobbing, aber auch Sicherheit im Internet sprach Bernd Schiwy aus Gelsenkirchen Mittwochvormittag mit den Siebt- und Achtklässlern des Marie-Curie-Gymnasiums.

Vor allem peinliche Fotos, die ungefragt verbreitet werden, machen den Betroffenen schwer zu schaffen. Manchen sogar so schwer, dass sie ihr Leben beenden wollen.

„Das Netz vergisst nichts“, machte der Kriminalhauptkommissar im Ruhestand den Schülern deutlich. Alles, was einmal ins Internet gestellt worden sei, bleibe dort wie festgebrannt stehen – selbst wenn es gelöscht wird. Vieles was in die Öffentlichkeit getragen wird, verletzt nicht nur das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen – und ist damit eine Straftat – sondern auch deren Seelen. Schiwy skizzierte in der MCG-Aula lebensnahe Fälle, die die Jugendlichen gut nachvollziehen konnten. „Es geht darum, die Schüler zu sensibilisieren“, erklärte der Opferschutzbeauftragte der Kreispolizeibehörde Gelsenkirchen. Mit seinen jungen Zuhörern sprach er darüber, was Cybermobbing über haupt ist, wann es beginnt und welche strafrechtlichen Verstöße die Initiatoren damit begehen.

Er gab den Mädchen und Jungen außerdem wichtige Tipps, wie sie sich sicherer im Internet bewegen können. So sollen sie etwa niemals Adresse, Telefonnummer und andere sensible Daten von sich und ihren Angehörigen im Netz preisgeben. Bernd Schiwy warnte zudem vor freizügigen Chats mit Fremden. „Wenn da Vokabeln fallen, die ihr oder eure Eltern niemals benutzen würden, verlasst den Chat sofort.“

Der ehemalige Polizist bezog sein junges Publikum immer wieder in seinen Vortrag ein, stellte und beantwortete Fragen. Demnächst will Schwiby die Schüler noch einmal in den einzelnen Klassen besuchen, um mit ihnen intensiver über das und weitere Themen aus dem Bereich Gewaltprävention zu sprechen.

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