Kreis Unna

Mario Löhr möchte Nachfolger von Landrat Michael Makiolla werden

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Mario Löhr (rechts) will als Landrat kandidieren und Michael Makiolla (im Hintergrund) ablösen.

Kreis Unna – Mario Löhr, amtierender Bürgermeister der Stadt Selm, möchte Nachfolger von Michael Makiolla werden. Unterstützung erhält er von der heimischen Führungsriege seiner Partei. Der SPD-Unterbezirksvorstand mit Oliver Kaczmarek an der Spitze sprach sich einstimmig für Löhr aus, wie am Dienstagmittag bekannt gegeben wurde.

Der amtierende Landrat Michael Makiolla (SPD) hatte vor rund einem Jahr öffentlich erklärt, bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr kandidieren zu wollen. Mehrere Bewerber habe es gegeben, erklärte Kaczmarek, aber schnell habe sich Löhr von allen anderen abgesetzt. 

„Aufgrund seiner Projekte und seines Profils war er für uns der einzige Kandidat“, so der Unterbezirksvorsitzende, der seine Ambitionen als Abgeordneter in Berlin weiterverfolgen möchte. Mario Löhr ist ein SPD-Eigengewächs. Aus einfachen Verhältnissen stammend machte der heute 49-Jährige zunächst eine Ausbildung als Industriemechaniker und arbeitete einige Jahre unter Tage auf Heinrich Robert. „Ich habe dann die Vorteile unseres Bildungssystems genutzt und mich weiterqualifiziert“, schildert Löhr. Er wurde Kaufmann und arbeitete sich letztlich bis an die Spitze der Selmer Stadtverwaltung hoch. Nun will er Landrat werden. „Ich bin offensiv auf die Partei zugegangen“, sagt er. 

Als Makiolla bekannt gab, aufhören zu wollen, sei bei ihm schnell der Wunsch gereift, Nachfolger zu werden. Aus Sicht des SPD-Unterbezirks sprechen vor allem drei Gründe für Löhr als Kandidaten für das Landratsamt: „Er hat eine authentische Geschichte im Kreis Unna und hat als Bürgermeister hohe Anerkennung erfahren. Er spricht eine klare Sprache, ist entschlossen in seinem politischen Handeln und zeigt sich den Menschen gegenüber sozial und solidarisch“, sagte Kaczmarek. 

Zweitens verfolge er die richtigen politischen Projekte mit Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Bildung und Lebensqualität, und drittens könne er Wahlkampf. „Er ist ein Typ mit klarer Kante“, sagt Kaczmarek über den Mann, den er seit mehr als 15 Jahren kenne. Auch wenn das genaue Wahlprogramm mit der Partei erarbeitet werden soll, hat Löhr klare Vorstellungen, wie sich der Kreis Unna unter seiner Führung entwickeln soll. Er will Ansiedlungspolitik und Wirtschaftsförderung betreiben, die Jugendarbeitslosigkeit bekämpfen und den ÖPNV verbessern. 

„Wir haben uns als Kreis Unna zu lange als Rand von etwas gesehen“, sagte er mit Blick auf Begriffe wie Ruhrgebietsrand oder am Rand des Münsterlandes. „Wir müssen aber Mittelpunkt werden und die Stärken der Regionen um uns herum nutzen und in den Kreis holen“, sagte Mario Löhr.

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