Bönener vor Gericht

Mann aus Bönen setzt sich betrunken ins Auto - der Grund ist absurd

Betrunken fuhr ein Mann aus Bönen Auto - und baute einen Unfall. Symbolbild.
+
Betrunken fuhr ein Mann aus Bönen Auto - und baute einen Unfall. Symbolbild.

Eigentlich war es wohl ein schönes Wiedersehen zwischen zwei ehemaligen Nachbarn. Doch in der Nacht entschied sich ein Mann aus Bönen doch lieber nach Hause zu fahren. Diese Entscheidung endete nun vor Gericht.

Bönen/Kamen - Die Freude über das Wiedersehen eines ehemaligen Nachbarn war bei einem Mann aus Bönen groß. Die beiden feierten gemeinsam feucht fröhlich den Heiligen Abend vergangenen Jahres. Um nicht alkoholisiert Auto zu fahren, beschloss das Duo, bei der nahe wohnenden Schwester des Nachbarn in Unna zu übernachten. 

Dennoch wurde der Bönener im Amtsgericht Kamen wegen Trunkenheitsfahrt zu 1800 Euro Geldstrafe verurteilt. Warum war der 28-Jährige doch gefahren? 

Sein ehemaliger Nachbar habe derart laut geschnarcht, dass er nicht habe schlafen können, erklärte der Angeklagte. Da er sich relativ gut gefühlt habe, habe er nach Bönen in seine Wohnung fahren wollen. Doch die erreichte der Mann zunächst nicht. 

Unfall auf der Autobahn: Alkohol und Drogen im Blut

Auf der Autobahn 2 geriet er mit seinem schnellen Wagen ins Schleudern und krachte in eine Leitplanke. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand. Auf der Autobahn kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

Der Wagen des 28-Jährigen, für den er lange gespart hatte, war allerdings Schrott. Polizeibeamte stellten einen Promillewert von 1,29 beim Fahrer fest. Zudem ergab der Test, dass der Angeklagte eine erhebliche Menge Amphetamin konsumiert hatte. 

Den Führerschein musste der Bönener direkt abgeben. Der Richter legte in seinem Urteil fest, dass er das Dokument vor Ablauf von weiteren neun Monaten auch nicht wiederbekommt. Und so muss der Mann nun weiterhin auf beschwerliche Weise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren. 

Wenn der Bönener seine Fahrerlaubnis zurück habe, sollte er seine Fahrweise überdenken, bemerkte der Richter mit Blick auf einige Eintragungen im Verkehrszentralregister. Bereits mehrfach hatte der Angeklagte die erlaubte Höchstgeschwindigkeit überschritten. Mal um 42, mal um 60 km/h.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare