25 Prozent mehr Nachfrage

Lieferengpässe bei E-Bikes: Nach Lkw-Brand muss Bönener Händler Kunden vertrösten

Bernhard Lülf Matthias Wejda Fahrradgeschäft
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Bernhard Lülf (rechts) und sein Auszubildender Matthias Wejda merken die große Nachfrage nach E-Bikes im Bönener Geschäft.

E-Bikes boomen und die Händler kommen der Nachfrage kaum hinterher. Ein Lkw-Unfall hat die Situation beim Bönener Fahrradhändler Lülf jetzt zusätzlich verschärft.

Bönen – Der E-Bike-Boom ist ungebrochen. Seit Coronabeginn ist der Absatz von E-Bikes auch bei Bernhard Lülf, Inhaber des gleichnamigen Fahrradgeschäfts in Bönen um rund 25 Prozent gestiegen. Allerdings kämpft die Branche mit Lieferengpässen, die sich durch einen Unfall auch in Bönen sogar verstärkt haben.

Bei Sonderwünschen muss Lülf Fahrradfreunde bis zu acht Monate vertrösten. Alle anderen sind gut beraten zu nehmen, was da ist. Dabei sind rund 60 Prozent der in Katalogen beworbenen E-Bikes derzeit nicht lieferbar, was es für den Händler noch schwieriger macht. Bei den Ersatzteilen sieht es auch nicht besser auf.

Insgesamt zehn Räder verloren

Richtig ärgerlich ist es dann, wenn sehnlichst erwartete Räder nicht geliefert werden. Davon sind aktuell fünf seiner Kunden betroffen, denn ihre E-Bikes befanden sich ausgerechnet auf dem Transporter, der am 24. April auf der A2 bei Vlotho in Flammen aufgegangen war. Inzwischen sind alle Käufer informiert.

„Die waren not amused,“ kann Lülf die Enttäuschung verstehen. Zwei Monate haben die Kunden bereits gewartet. Er selbst hat bei dem Brand insgesamt zehn Räder verloren, die aus einem richtig guten Angebot stammten. Für die Fahrradfreunde geht jetzt die Suche nach dem Wunschrad von vorn los. Lülf selbst kauft inzwischen, was zu bekommen ist, auch auf Verdacht, denn eine Besserung der Lage ist nicht in Sicht.

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