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Lehrerquote an Bönener Schulen überdurchschnittlich gut

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Von: Stephanie Tatenhorst

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Goethe Schule Bönen Oststraße in Bönen in NRW
An der Goetheschule liegt die Personalausstattungsquote bei 88,2 Prozent - der geringste Wert in Bönen. © Blossey

Bönen - An Bönens weiterführenden Schulen ist die Quote der Personalausstattung überdurchschnittlich gut. „Im Primarbereich wird dabei jedoch ein Nachholbedarf deutlich“, sagt Rüdiger Weiß (SPD) mit Blick auf die Grundschulen.

Zu diesem Ergebnis kommt der Landtagsabgeordnete, nachdem er eine Antwort auf seine sogenannte Kleine Anfrage erhalten hat, die ein Abgeordneter an die Landesregierung stellen darf.

Zwar liegt die Personalausstattungsquote an der Hellwegschule bei 98,4 Prozent und damit nahe am Soll, aber an der Goetheschule liegt die Quote bei lediglich 88,2 Prozent. „Da ist der Bedarf deutlicher erkennbar“, sagt Weiß.

Anders sieht es an Hauptschule, Realschule und Gymnasium aus: Sowohl an der Pestalozzischule (107,4 Prozent) als auch an der Humboldt-Realschule (105,2 Prozent) und vor allem am Marie-Curie-Gymnasium (112,9 Prozent) liegt die Quote deutlich über dem Bedarf.

„Die Quote sagt aber nur etwas über die Versorgung insgesamt aus“, erläutert Weiß, der früher selbst Schulleiter war. „Ob es genügend Fachlehrer gibt, zeigt die Auflistung nicht.“ Dennoch habe er sich einen Überblick über seinen Wahlkreis verschaffen wollen, weil es landesweit unterschiedliche Aussagen zu dem Thema gäbe.

Schulen bitten selbst um Ausschreibung

„Die Schulen wissen aber in der Regel selbst, zumal sie diese Statistiken selbst erstellen, wie es um ihre Personalausstattung bestellt ist“, erklärt Weiß. Sie wenden sich dann selbst an die Schulaufsicht, um um eine Ausschreibung der Stelle zu bitten.

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Landtagsabgeordneter Rüdiger Weiß (SPD). © Presch

Er selbst als Politiker könne da nicht tätig werden. „Das wäre eine Einmischung in innere Schulangelegenheiten“, erklärt Weiß. „Das war für mich eine reine Information. Wenn aber in allen Bereichen eine deutliche Unterversorgung aufgefallen wäre, gingen alle Warnlampen an.“

Gründe für Unterschiede werden hinterfragt

Dennoch nutzen er, und viele weitere SPD-Politiker, die jüngst eine ähnliche Anfrage an das Land stellten, die Bedarfsanalyse, um die Gründe für die Unterschiede zu hinterfragen. „Die SPD ist der Meinung, dass man an den Grundschulen viel über eine gerechte Bezahlung erwirken könne“, sagt Weiß. Denn obwohl die Studienzeiten inzwischen angeglichen sind, verdienen Grundschullehrer noch immer weniger als ihre Kollegen an weiterführenden Schulen. „Es wäre daher nicht nur mehr als gerecht, wenn alle das Gleiche verdienten, es wäre für Studierende vielleicht auch ein zusätzlicher Anreiz, nicht nur attraktive Schulformen in den Blick zu nehmen.“

Vakant sind auch Stellen in der Schulleitung: Am MCG fehlt eine Stellvertretung des Schulleiters Dr. Peter Petrak. Von der Realschule wechselte Sibylle Arlinghaus zur Bezirksregierung, was die Suche nach einem neuen Chef aufs Tableau brachte.

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